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Austrian Audio PG16 im Test – der Newcomer im Gaming Sektor

Austrian Audio hat kürzlich sein erstes Gaming Headset mit dem PG 16 vorgestellt. Austrian Audio ist aber kein Unbekannter im Audio Sektor, bereits seit 2017 mischen sie im Markt der Kopfhörer mit. Das Team, welches hinter Austrian Audio steht, kann sogar noch mehr Erfahrung im Audio Bereich aufweisen, besteht doch der Großteil aus ehemaligen AKG Mitarbeitern. Inwiefern diese Umstände sich nun auf ihr erstes Headset für den Gaming-Bereich ausgewirkt haben, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

In Hinsicht auf den Test des Soundbildes habe ich folgende Filme, Spiele und Musikstücke zum Testen genommen, um ein vergleichbares Fazit ziehen zu können. Der Vollständigkeit halber habe ich diese hier für euch aufgelistet:

Spotify / Headset Review Playlist auf Spotify

PC / Netflix / Ready Player One

PC / Valorant, Deep Rock: Galactic 

Die Tonaufnahme des Mikrofons wurden unter denselben Bedingungen, sowie demselben Text in Audacity aufgenommen, wie es bei unseren bisherigen Tests auch üblich war. Neben den zuvor genannten Test-Szenarien wurde das Headset auch über einen längeren Zeitraum im Alltag benutzt.

Das Austrian Audio PG 16 wurde uns zum Testen zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf diesen Test hat.

Technische Merkmale 
TragevarianteOver-Ear, geschlossen
Signalübertragungkabelgebunden
Nennimpedanz25 Ohm
Empfindlichkeit113 dB SPL
Frequenzgang12-24000 Hz
TreiberNeodymium, 44 mm
AnschlüsseTRRS oder 2 x 3,5 mm TRS
Kabellänge1,4 m
Unterstützte BetriebssystemePC, Mac, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, Nintendo Switch und Geräte mit 3.5-mm-Klinkeneingang
Gewicht ohne Kabel265 g
UVP139,99 €
Simple Optik die überzeugt

Austrian Audio zeigt schon mit der Aufmachung der Verpackung und dem ersten Blick auf den Inhalt, dass sie etwas größeres Vorhaben mit ihrem PG 16. Ein edler Karton, welcher mit einem Klettband verschlossen ist, dieses Klettband kann im Nachgang zum Fixieren des aufgerollten Kopfhörerkabels genutzt werden, das nennt man mal Multipurpose. Bei der Verpackung wurde auch vollends auf eine Folierung des Umkartons verzichtet, lediglich die Ohrmuscheln sind in schützenden Kunststoff gebettet, sowie eine Folientüte um das Headset. Ob das zwingend notwendig ist, ist hier fragwürdig. Der erste richtige Ansatz in Sachen Plastikverpackungsvermeidung wurde bereits gemacht, wünschenswert wäre beim nächsten Modell komplett drauf zu verzichten. Doch was uns in der Folie erwartet, lässt den audiophilen Gamer bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ein Headset in Schwarz/Rot gehalten, welches mit Lederapplikationen und Klavierlack direkt eine gewisse Eleganz versprüht. Kein RGB, keine wilden Neonfarben, pure Schlichtheit, die auf ihre eigene Art anmutend wirkt. Diese hochwertige Optik des PG 16 schlägt sich auch im Preissegment nieder, mit knapp 140 € UVP möchte Austrian Audio direkt mit seinem ersten Gaming Headset in der gehobenen Mittelklasse mitmischen. In Sachen Optik und Verarbeitung werden sie diesen Ansprüchen definitiv gerecht.

Sitzt, passt, kann getauscht werden

Optisch hat Austrian Audio bereits einiges richtig gemacht, in Puncto Haptik hat das PG 16 auch einiges zu bieten. Flexible Ohrmuscheln, die sich dem Kopf gut anpassen, umschließende Ohrpolster, die mit einem dicken Memory Foam ausgestattet sind und ein gut gepolsterter Kopfbügel. Der Tragekomfort ist super ausbalanciert. Ein weiterer positiver Aspekt sind die austauschbaren Ohrpolster, sollten diese irgendwann einmal verschlissen sein, so kann sie ohne weitere Probleme tauschen. Hier wurde bereits an die Zukunft gedacht. Was ein wenig stört, ist die Kabel Auslegung des PG 16. Das Kabel ist nur an der rechten Seite anschließbar, was einige Leute stören könnte, je nachdem wo sie ihren Tower stehen haben, könnte das Kabel dem rechten Arm im weg sein. Hinzukommt die relativ kurze Kabellänge von nur 1.4 Metern, was auch zu Problemen führen könnte. Das Kabel kann positiver Weise getauscht werden, gegen ein längeres, jedoch wären eventuell zwei Outlets für den Kopfhöreranschluss besser gewesen, damit der Anwender sich zwischen Rechts oder Links entscheiden könnte. Ebenso fehlt dem PG 16 leider auch ein Regler für die Lautstärke, PC-Spieler können zwar die Lautstärke am PC schnell einstellen, Konsolenspieler haben hier aber in puncto Komfort das Nachsehen. Lediglich das Mikrofon kann man am Headset direkt muten, sogar ohne einen Knopfdruck. Ist das Mikrofon hochgeklappt, ist der Spieler stumm geschaltet. Eine clevere Lösung, welche bedauerlicherweise trotzdem einen externen Lautstärkeregler vermissen lässt.

Mehr E-Sport als Allrounder

Die offensichtlichen Eigenschaften des PG 16 konnten schon größtenteils überzeugen, jedoch am wichtigsten sind natürlich auch die Klangcharakteristiken des Headsets. Die Bandbreite lässt bereits auf ein ausgewogenes Klangbild hoffen, was den Anwender überzeugen kann. Enttäuschenderweise kann Austrian Audio hier nur bedingt die gestellten Erwartungen erfüllen. Tiefen und Mitten können nur schwach hervorstechen und die Höhen dominieren. Für E-Sportler und kompetitive Spieler ist dies ein freudiger Umstand, sind Schritte oder andere wichtige Informationen leicht zu hören. Wer nun aber wuchtige Explosionen in Battlefield hören möchte, muss sich mit einem schwachen Bass zufriedengeben. Das gebotene Klangbild verwundert nicht, sind doch die zwei 44mm Hi-X Treiber ebenso im Hi-X 15 verbaut, welche waschechte Studio-Kopfhörer sind. An der Konsole ergeben sich noch weitere Probleme, das PG 16 ist ein Stereo Headset, welches nur über eine zusätzliche Software im virtuellen 7.1 Modus genutzt werden kann. Diese Software steht aber leider nur PC-Spielern zur Verfügung. Die Benutzung des Headsets für Filme oder Musik ist auch eher Durchschnitt, Unplugged Songs oder Filme mit viel Dialog rücken die Stärken des Klangbilds in den Vordergrund, hingegen Elektro-Musik und Action Filme sind zwar dynamisch im Soundbild, wirken aber eher flach im Vergleich mit der Headset Konkurrenz. Dafür ist der Raumklang unschlagbar, was wieder einmal für das PG 16 spricht.

Passables Mikrofon

Das verbaute Mikrofon ist nicht abnehmbar, hat dafür aber die bereits erwähnte Tilt-to-Mute Funktion, ebenso ist der Out-of-the-Box mitgelieferte Popschutz erfreulich. Der natürliche Klang der übertragenden Stimme des Mikrofons hat mich ein wenig verwundert, sind die meisten Mikrofone doch eher eine Enttäuschung bei Gaming-Headsets. Es ist kein Überflieger und bei weiten kein passables Studio Mikrofon, es tut aber seinen Job mehr als gut. Um euch selbst ein Bild vom Klangbild zu machen, haben wir eine Soundfile angehängt. Lediglich ein leises Grundrauschen stört ein wenig.

Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
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