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Autowerkstatt Simulator – oh, oh, oh, das wird teuer

Simulator zu allen möglichen Themengebieten gibt es wie Sand am Meer: Von Feuerwehr über Züge bis hin zur Forstwirtschaft. Die Autowerkstatt Simulation ist dabei nichts neues, bereits 2014 wurde der erste Teil dieser Serie veröffentlicht. Ob alles realistisch ist und Spass macht, könnt ihr in unserem Test nachlesen.

Getestet wurde die Digitale 1.00 PS4 Version.


Ein Fachkundiger Tester

Beim Autowerkstatt Simulator stehen uns drei verschiedene Spielmodi zur Verfügung: Den Story-, Sandbox- und abschließend den Expertenmodus. Der Großteil meines Tests wird sich auf den Storymodus beziehen, jedoch gehe ich auch auf die beiden anderen Szenarien kurz ein. Das Spiel ist für mich persönlich interessant, da ich vor knapp 15 Jahren den Beruf des KFZ-Mechatronikers gelernt und diesen auch ein paar Jahre ausgeführt habe. Somit kann ich das Spiel auch auf seine thematische sowie technische Korrektheit beurteilen. Nun aber genug zum drumherum; im Storymodus starten wir unsere eigene Werkstatt, mit einem Startkapital von 4000 €, einer Hebebühne und noch limitierten Werkzeugen sowie Fähigkeiten. Telefonisch bekommen wir Kundenaufträge angeboten. Manche sind Kampagnenrelevant, andere wiederum nur um Geld und XP aufzubessern. Mit der verdienten Erfahrung können wir unsere Fähigkeiten verbessern und die Werkstatt um mehr Bereiche erweitern, wie zum Beispiel um eine Lackierkabine.

Irgendwas ist da kaputt

Die Kundenaufträge sind meist nicht sehr kreativ, erfüllen aber ihren Zweck. So teilt uns ein Kunde mit, dass sein Sohn das Auto nicht pflegt und wir sollen schauen, was so gemacht werden müsste. Hierfür können wir einerseits den Diagnosemodus verwenden, welcher das Auto quasi durchsichtig macht, wo wir farblich dann defekte Teile erkennen können, oder wir machen eine Probefahrt. Im großen und ganzen wirkt alles wie trial and error. Nichtsdestotrotz habe ich meinen Spass mit der Fehlersuche, auch wenn man keinen direkten Kontakt zum Kunden hat, denn die Aufträge kommen lediglich als Text hereingeflattert. So machen wir uns fleißig an die Arbeit und schauen das Auto durch. Bauen die Bremsen ab, bauen die Zündkerzen aus, bestellen die Ersatzteile, welche wir danach wieder einbauen,alles in einfacher Klicksteuerung. Das Auto ist fertig. Damit hätten wir die Basis der Kampagne auch schon abgehandelt.

Mehr Möglichkeiten, mehr Geld

Wer keine Lust hat nur für andere zu arbeiten, bekommt im Laufe der Kampagne zusehends mehr Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen. So können wir zum Beispiel an Autoauktionen teilnehmen, die ersteigerten Autos können wir dann auf Vordermann bringen, um sie weiter zu verkaufen. Wer nicht das nötige Kleingeld für die Auktionen hat, holt sich ein Exemplar vom Schrottplatz, hier finden sich auch einige Fahrzeuge die restauriert werden wollen. Möchten wir noch mehr Geld sparen, so können wir auf dem Schrottplatz auch nach günstigen Ersatzteilen suchen, um unser Projekt wieder fahrbereit zu bekommen. Als letzte Alternative gibt es noch den Neuwagenhändler, hier holt man sich ein fabrikneues Auto, welches im Anschluss aufgemotzt wird zur Gewinnoptimierung. Denn neben den Standard Ersatzteilen werden uns auch Tuning Teile zum Kauf angeboten. Besonders viel Spass bereitete mir der Aufbau eines Motors von Grund auf mit verbesserten Teilen.

Schön ist anders

Leider ist der Autowerkstatt Simulator nicht das, was man eine Augenweide nennt. Fahren wir mit unserem Auto auf der Teststrecke, so befindet sich kein Fahrer im Auto, Lichteffekte im Autohaus wirken verpixelt und kein Mitarbeiter oder Kunden sind hier zu sehen. Alles in allem wirkt das Spiel teilweise lieblos, steril und leer. Jedoch sind im Gegenzug die Autos sowie die Werkstatt sehr detailreich gestaltet. Was den Autos aber definitiv fehlt ist ein Schadensmodell, denn die einzigen sichtbaren physikalischen Beschädigungen an den Autos beschränken sich nur auf Rost. Hier könnte für den Nachfolger noch einmal ein wenig nachgebessert werden, damit mehr Stimmung in das Spiel kommt.

Sandkiste oder Experte

Wer keine Lust auf die Standard Kampagne hat, kann wie schon am Anfang erwähnt auf zwei weitere Spielmodi zurückgreifen. Den Sandboxmodus, wo wir unserer Kreativität freien Lauf lassen können, denn XP und Geld stehen uns unbegrenzt zur Verfügung, was die Kunden wollen ist uns somit egal. Macht einfach euer Ding. Dann gibt es noch den Expertenmodus, unter dem ich mir nichts richtig vorstellen konnte, bis ich ihn genauer unter die Lupe genommen habe. Kurz gesagt ist dies ein Modus ohne HUD. Nicht einmal Hinweise auf mögliche Aktionen wie Hebebühne werden mehr angezeigt. Angesichts der manchmal hakeligen Kameraführung ist dieser Modus überflüssig, aber vielleicht findet ja jemand gefallen daran. Haben ist ja bekanntlich besser als brauchen.

Darf ich bitte ihre Lizenz sehen? 

Habt ihr bei diesem Spiel lizenzierte Fahrzeuge erwartet? Nein? Ich auch nicht! Jedoch wurde ich bei den 40 verfügbaren Modellen von ein paar Mazda und Jeep Fahrzeugen überrascht. Die anderen Fahrzeuge tragen Fantasienamen, ahmen aber bekannte Autos nach, wie zum Beispiel VW Golf, Audi A4 oder bekannte amerikanische Muscle-Cars. Somit wurde ich noch einmal positiv überrascht, schließlich haben wir hier keinen Vollpreistitel.

Wie schon zu Anfang erwähnt, konnte ich das Spiel aus dem Blickwinkel eines KFZ-Mechatrinikers betrachten. Was das betrifft hatte ich Spass und war begeistert von der realistischen Darstellung der Bauteile. Besonders gerne habe ich mir komplett neue Motoren aufgebaut. Leider ist die Steuerung und Kameraführung zum Teil sehr hakelig. Jedoch wurde hier ein grundsolider Titel entwickelt, welcher zwar Schwächen hat, aber auch einiges an Stärken. Ich würde gerne einen weiteren Teil sehen, der die bemängelten Punkte verbessert und zu einem perfekten Simulatortitel hochhebt. 

Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
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Dennis Becker
2 Jahre zuvor

Mein Waagen gehört dringend repariert. Es ist interessant zu erfahren, dass es mittlerweile auch Autowerkstatt-Simulatoren gibt, die tatsächlich in manchen Bereichen durchaus realistisch sein könne. Ich hoffe, dass ich eine anständige Werkstatt finden werde.

keinschnee
keinschnee
2 Jahre zuvor

„Fahrzeuge tragen Fantasienamen, ahmen aber bekannte Autos nach“

…für mich der größte Kritikpunkt, gefolgt von der zu kurzen Max-Speed Strecke (man knallt immer in den Zaun) und der fehlenden Geländestrecke (für 4×4 Autos) die es im CMS 2018 noch gab. Ganz schlimm sind auch diese (Einzel)-Garagen in denen die Autos stehen … Da fand ich das Parkhaus aus CMS 2018 je noch besser, da konnte man zwischen seinen Autos umherlaufen – Eine große Halle für alle Fahrzeuge – sowas hätte ich mir im CMS 2021 gewünscht!

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