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Fashion Police Squad im Test – Die Hose mit der Kneifzange zugemacht

Fashion Police Squad

Der Publisher No more Robots ist in der Indie Szene kein Unbekannter, unter anderem wurde „Yes, your Grace“ unter ihrer Schirmherrschaft herausgegeben, jedoch ist der Entwickler Mopeful Games ein gänzlich unbeschriebenes Blatt. Eben diese Kombination hat sich zusammengetan und das Spiel Fashion Police Squad auf die Gamer-Szene losgelassen. Als Genre lässt es sich bei den Boomer-Shootern einordnen, nur mit dem Twist, dass es quasi gewaltfrei ist. Ob dieses Konzept aufgeht, erfahrt ihr in unserer Review.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Steam-Key zur Verfügung gestellt.

Bestrafen von Modesünden

Fashion Police Squad oder kurz FPS, was aber wiederum auch First Person Shooter bedeuten könnte, ein Zufall? So richtig kann man diese Frage nicht beantworten, jedoch hat sich Mopeful Games ein nicht gerade alltägliches Setting ausgewählt, die Fashion Industrie gepaart mit Modesünden. Somit ist es an der Fashion Police, diese Modesünden zu korrigieren. Alles geschieht auf eine gewaltfreie Art und weise, mit einer Umfärbekanone, dem Nähmaschinengewehr oder einer Gürtelpeitsche zum Beispiel. Diese Utensilien dienen dem Spieler quasi als Waffen gegen Modeverbrechen, somit ist es ein gewaltfreier Shooter. Was noch ein weiteres Novum in Fashion Police Squad ist, ist der überspitzte Humor. Alles wirkt wie eine einzige Persiflage, was in den ersten 30 Minuten noch witzig ist, ich jedoch immer noch nicht weiß ob es vom Entwickler so extrem überspitzt gewollt ist. Was Fashion Police Squad außerdem anders macht, dass jeder Feind auf eine bestimmte Art und Weise erledigt werden muss – bzw. seine Modesünde rückgängig gemacht wird. Somit kann man die grauen Anzugleute nur mit der Färbe-Shrotflinte erledigen, wohingegen die Lose-Fit Anzug Typen mit der Nähmaschine bearbeitet werden müssen. Dies kann besonders zum Ende nervig werden, wenn immer mehr Waffen und Gegnertypen vorhanden sind. Der Shooter mutiert dann in eine Art Puzzle-Spiel, manche Leuten mögen dies vielleicht, mich hat es jedoch nach einiger Zeit genervt, eine Mechanik, von der ich nicht ganz überzeugt bin. In Doom Eternal gab es Feinde, die für bestimmte Vorgehensweisen anfällig waren, somit ist dieses Prinzip bekannt. Wenn man zum Beispiel einem Cacodemon eine Granate ins Maul wirft oder einem Arachnotron den Turm abschießt, werden diese Gegner stark geschwächt, aber der Unterschied ist, dass andere Waffen immer noch effektiv sind. Das ist in Fashion Police Squad nicht der Fall, was bedeutet, dass man auf Schlachtfeldern mit einer Vielzahl von Gegnern ständig mit den Waffen jonglieren und sich neu positionieren muss, um das richtige Ziel zu treffen.

Special Mode-Power

Neben den außergewöhnlichen Waffen gibt es noch die Spezialfunktionen, bei denen der Gürtel unseres Charakters eingesetzt wird, um sich über Lücken zu schwingen, sowie eine Wasserpistole, mit der er auf den Boden geschossen kann, um sich schneller zu bewegen und längere Sprünge zu machen. Auch das sind interessante Ideen, die aber nicht viel zum Erlebnis beitragen. Denn jedes Level wirkt generisch, was schnell Routine aufkommen lässt. Das Tempo ist auch nicht besonders gut gewählt. Die Hauptfigur Sergeant Des und seine Partnerin Haley stehen ständig miteinander in Kontakt, um über Mode zu plaudern, ihre Sorgen über die Zunahme von Modeverbrechen zu teilen und einen Haufen mittelmäßiger Wortspiele abzuladen. Das Funkgerät wird in jeder Mission absurd oft zum Leben erweckt, und alles kommt zum Stillstand, während sie ihre Gedanken austauschen. Man kann diese Gespräche zwar durch spammen der E-Taste Überspringen, was ein absoluter Segen ist, aber es gibt immer noch keine Möglichkeit, diese Gespräche komplett zu unterdrücken.

Ein Lichtblick

Ein Bereich, in dem Fashion Police Squad hingegen positiv hervorsticht, ist die allgemeine Optik. Die Entwickler haben sich für einen Retro-Stil entschieden, welcher stark an Schwergewichte aus dem Genre wie zum Beispiel Duke Nukem oder das OG DOOM erinnert. Was ebenso an DOOM erinnert ist der Endscreen nach jedem Level, haarklein wird aufgeführt, wie lange man für das Level gebraucht hat, wie viele Secrets gefunden wurden und ob alle Gegner besiegt wurden. Nur das Fashion Police Squad sich hier wieder treu bleibt, denn der Endscreen wird in einer Art Runway Show dargestellt, alles wieder sehr satirisch überspitzt. Der Soundtrack ist wie der Rest des Spiels am Anfang auch interessant, wird dann aber auch irgendwann nervig, genauso wie der Kommentator, welcher jedes Gegner ausschalten kommentiert. All die bisher vielen nervigen Aspekte scheinen fast schon zu überwiegen, da kann auch die Optik nicht das ganze Konzept retten.

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Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
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