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Perish im Test – raus aus dem Fegefeuer

Roguelikes gibt es schon seit einiger Zeit, doch erst in den letzten Jahren haben sich absolute Blockbuster in diesem Genre hervorgetan. Umso schwerer ist es einen Hit zu landen, der aus der Masse hervorstechen kann und neue Mechaniken bereithält. Mit Perish versucht ITEM42 den großen Hit zu landen, als Erstlingswerk des Entwicklerstudios. Ob sich Perish lohnt, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Steam key zur Verfügung gestellt.

Mythologie und ewige Verdammnis

In Perish übernehmen wir die Rolle von Amyetri, welcher sich in einer Zwischenwelt des Fegefeuers befindet und versucht seinen Weg zu den sagenumwobenen Hallen von Elysium zu finden. Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, wird bei Elysium hellhörig geworden sein, denn Perish bezieht sich auf die griechische Mythologie. Natürlich hat sich ITEM42 auch einiges an künstlerischer Freiheit beim Setting herausgenommen, besonders beim zur Verfügung stehenden Waffenarsenal. So hat man als Amyetri unter anderem eine Pistole oder Schrotflinte als Waffe seiner Wahl, neben Hieb-und Stichwaffen zur Verfügung. Doch diese gilt es erst freizuschalten, wie in einem Roguelike üblich, ist Sterben zu Beginn im Minutentakt möglich. Das ewige Fristen im Fegefeuer und aufs neue probieren Elysium zu erreichen, passt perfekt mit seiner Hintergrundgeschichte zu einem Roguelike.

Risk and Reward

In Perish steht das scheitern an der Tagesordnung, aber bietet auch die Möglichkeit den einfacheren Weg zu gehen. Denn zwischen jedem Level-Abschnitt kommt man in eine Art Hub, wo man einen Lebenspunkt auffüllen kann oder die Möglichkeit zum Waffenwechsel hat. In diesem Hub kann man entscheiden, in den nächsten Level-Abschnitt zu gehen, in der Hoffnung diesen zu schaffen, oder man geht zurück zum Start. Sollte man sich für Zweiteres entscheiden, nimmt man sein gesamtes Danake mit, die Währung zum Freischalten von Upgrades. Nach jedem level Abschnitt hat man noch die Möglichkeit aus drei zufälligen Modifikatoren einen auszuwählen um den Run einfacher zu machen, dieses Upgrade verliert man aber nach dem Run. Im Falle eines Ablebens verliert man sein Danake nicht komplett, aber doch zu einem erheblichen Teil. Der Ansporn möglichst weit zu kommen und nicht immer nur auf sicher zu speilen wird gegeben, durch die Freischaltung neuer Waffen oder Modifikatoren. Eben diese müssen in der Welt gefunden werden und sind immer an festen Plätzen. Sollte man also lange Zeit nicht weiter als Level zwei spielen, schaltet man keine neuen Items frei. Die immer gleichen Plätze der Items machen leider auch eine Schwäche von Perish aus, denn die Level sind immer gleich und nicht prozedual generiert. Lediglich die Aufgaben können von Lauf zu Lauf variieren, jedoch nicht so stark, dass Abwechslung aufkommen würde. Dies macht die immer wieder neuen Läufe leider auf Dauer sehr eintönig, da man gefühlt alles schon zig Mal gesehen hat.

Spezialaufgaben für mehr Varianz

Durch das Abschließen spezieller Herausforderungen, die Orphic Rites genannt werden, erhält man Zugang zu neuen Verbrauchsgütern, die auf Feinde geworfen werden können, zu Ringen, die die Gesundheit erhöhen oder die Menge an Danake. Diese Herausforderungen stellen einen vor die Aufgabe, Feinde anders anzugehen, indem man seine Angriffe auf verschiedene Arten einsetzen muss. Dieses Feature schafft es ein wenig den Gameplay Loop, mit den immer gleichen Leveln leicht aufzuwerten. Besonders interessant werden die Herausforderungen im Mehrspieler, denn wenn man zum Beispiel versucht im Nahkampf viele Kills zu bekommen, hat man oftmals auf Entfernung das Nachsehen, denn man kann nur eine Hauptwaffe mitnehmen. Für entfernte Angriffe hat man zwar noch Wurfmesser, aber sollte man im Mehrspieler mit bis zu drei zusätzlichen Spielern seinen Weg nach Elysium bestreiten, kann man das Waffenarsenal entsprechen variieren.

Die Wahl des Spielstils

Perish bietet viele Waffen las Primärausrüstung, jedoch kann man Feinde auch gegen Stacheln oder von Klippen stoßen, so dass die Umgebung zu einer helfenden Hand in der Unterwelt wird. Die Umgebung kann man in jedem Level anders einsetzen, was auch für ein wenig Abwechslung sorgt. Ebenso Facettenreich sind die Gegner, welche in jedem neuen level immer verschiedener werden. Die besondere Herausforderung ist hier auch die dauerhafte Anwesenheit der Widersacher, denn immer wieder spawnen neue Gegner. Dies kann zu sehr anstrengenden Runden führen, speziell wenn die ersten fliegenden Gegner auftauchen und hinter einem sind, dass bekommt man oft nicht mit und man kassiert einen Treffer. Das prekäre hier ist, man hat zu Beginn nur drei Trefferpunkte, von welchen man nur einen zwischen den Leveln regenerieren kann. Man steht somit immer mit einem Bein im Grab und der Run kann schneller zu Ende sein, als geplant. Hier empfiehlt es sich eigentlich wieder im Mehrspieler unterwegs zu sein, denn hier ist die Möglichkeit gegeben von den Mitspielern wiederbelebt zu werden.Perish

Ein gutes Konzept

Der Gameplay Loop kann mit der Zeit langweilig werden, wie bereits erwähnt, jedoch kann Perish mit außergewöhnlichen Kulissen punkten, die sehr detailreich gestaltet sind. Der Metal-Soundtrack fügt sich perfekt in das Gameplay ein und weckt leichte Erinnerungen an DOOM. Besonders interessant sind auch die Bosse, auf die man treffen kann, quasi laufende Lebensbalken, welche schon knackig vom Schwierigkeitsgrad sind. Die schiere Imposanz dieser Gegner hatte mich auch ein wenig an Dark Souls erinnert, ebenso der Umstand, dass wir mit nur ein paar Treffern Geschichte sein könnten.

 

 

 

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Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!

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