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Skater XL im Test – Der mit dem Rollbrett tanzt

Skater XL

Skaten war in den 90’ern in aller Munde. Natürlich gab es auch einige Spiele Ableger zu dieser Thematik, Tony Hawks Pro Skater oder Trasher wären nur einige Beispiele. Eine Skater Thematik hatten sie jedoch alle gemeinsam, sie waren sehr Arcade lastig. Skater XL versucht Erwachsener zu sein und das Skateboarding Genre um ein weiteres Spiel zu berreichern. Ob es eine Bruchlandung oder Volltreffer wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein PS4 Key zur Verfügung gestellt.

Aller Anfang ist schwer

Skater XL hat den Anspruch eine waschechte Skate-Simulation zu sein, das wird mir zu Beginn direkt klar. Die Steuerung ist ausgefeilt, Tricks und Körperbewegungen müssen per Analogstick ausgeführt werden. So gesehen steuern wir jedes einzelne Körpersegment des Skaters, was es einerseits sehr realitätsgetreu gestaltet, jedoch auch für Anfänger eine Herausforderung darstellen kann. Der Vergleich mit dem Genre Primus Tony Hawks Pro Skater wankt hier natürlich ein wenig, hat THPS einen Arcade Anspruch und Skater XL eher den Simulationscharakter. Grafisch und Animationstechnisch wirkt Skater XL sehr ausgereift, erwachsen und Filmreif. Leider fehlt es dem Spiel jedoch an Dynamik, so gibt es keinerlei andere Personen, Fahrzeuge oder ähnliches, welche die Umwelt von Skater XL lebendiger wirken lassen würde. Somit wirkt alles trotz der schönen Optik sehr steril und fad.

Eigentlich gut, aber etwas fehlt

Skater XL macht eigentlich vieles richtig, aber auch einiges sehr falsch. Es sind alle möglichen Tricks enthalten, die Physik fühlt sich gut an und das Skaten erlernen ist realtiv schwer zu Beginn. So wie es beim echten Skateboarden auch ist, jedoch fehlen Aufgaben oder ähnliches. Alles fühlt sich eher wie ein großes Tutorial oder eine Tech-Demo an. Die einzigen Aufgaben die gestellt werden, sind Tricks die mal vollführen kann, ja kann, es ist kein Muss. Kein Zeitlimit, keine Karriere oder ähnliches. Ein riesiger Skateboard Sandbox Modus ohne Aufgaben. Natürlich werden einige Leute ihre Freude hieran haben, mich hat es jedoch enttäuscht, gerade durch THPS war ich es gewohnt Aufgaben zu haben oder einen Highscore aufzustellen. Da die Level ohne andere Personen oder ähnliches sehr steril wirken, kommt noch erschwerend hinzu, dass es keinen Mehrspieler Modus gibt. Zu gerne wären wir in der Redaktion zusammen über den Asphalt gebrettert und hätten ein paar Tricks zusammen aufs Board gebracht. Pustekuchen, es gibt lediglich einen Solo-Modus. Ein kleiner Lichtblick für Youtuber oder Content Creator ist der Replay Modus. Hat man ein paar schöne Kombos vollführt, kann man alles aufzeichnen und eine Skate Montage erstellen. Dies sieht wirklich gut und professionell aus, aber ob dies auf Dauer zufriedenstellt?

Wenig Content für viel Geld

In Sachen musikalischer Untermalung wird auch nicht eine große Bandbreite geboten, die Songs wiederholen sich einfach zu oft, da keine Riesen Playlist an Board ist. Der Charaktereditor ist eher mittelmäßiger Standard, als kleines Plus kann man hier anmerken, dass einige Markenbekleidungen vorhanden sind. Jedoch wirkt die Mimik des weiblichen oder männlichen Skaters sehr steif und so wirklich persönlich gestaltet bekommt man seinen Skater auch nicht. Eine riesige Kartenauswahl ist auch nicht vorhanden. Lediglich 5 Standard Karten und 3 Community Karten sind an Bord. Ob und wann neue Karten dazu kommen ist fragwürdig, denn vieles wird von der Community erstellt, aber eben nicht auf der PS4. Es bleibt zu hoffen, das neuer Content auch den Weg auf die Konsole findet, so ist der gebotene Inhalt überschaubar.

 

Skater XL wirkte vielversprechend, jedoch bleibt es stark hinter den Erwartungen zurück. Alles wirkt zu langweilig, ohne wirkliches Ziel und eher wie eine Early-Access Tech Demo. Skater Fans die ein paar entspannte Runden drehen wollen oder Montagen von ihren Tricks aufnehmen wollen, werden hier sicher ihren Spaß haben. Spieler die ein Tony Hawks Pro Skater oder ein Story Game erwarten, sollten hier definitiv die Finger von lassen. Knapp 35 Euro dürften dann doch eher zu viel sein, nur um mal reinzuschauen.

Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
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