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SubwaySim: Hamburg im Test – In der U3 durch die Stadt

Heute in der Review bei uns: SubwaySim: Hamburg. Das neue Sim-Game von Aerosoft. Dieses mal geht es in die U-Bahn…. Nein, in die Hochbahn in Hamburg. Deren U3-Linie verkehrt nämlich hauptsächlich oberflächig. Ich oute mich zu Beginn. Ich bin KEIN Sim-Gamer. Ich kann manches bisher nachvollziehen, manches aber nicht. Aber man ist offen für alles und so habe ich mich in SubwaySim: Hamburg gestürzt. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, erfahrt ihr in meinem Test.

Freundlicherweise wurde uns ein Key zur Verfügung gestellt. Das beeinflusst aber auf keine Weise unsere Wertung!

Gestürzt ist auch ein bisschen das Credo des Games. Nicht das es instabil liefe! Es schmeißt dich direkt in die Szenerie einer Bahn-Linie und du stürzt da direkt ab. Ein Tutorial wäre so nice. Vielleicht kommt das im fertigen Spiel. Ich habe übrigens eine noch nicht finale Version im Test. Wenn wir nun schon beim Gameplay sind, bleiben wir hier. Aus der Sicht eines Ahnungslosen, und die meisten sollten das sein, wer fährt schon eine U-Bahn, verwirrt das alles erst Mal enorm. Der Fahrplanmode ist der „einfache“ Mode. Ihr werde in die startbereite Bahn geschmissen und es kann losgehen. Im Experten-Modus könnt ihr mehr einstellen und müsst dafür aber dann die Bahn auch anschmeißen. Aufgrund meiner Spieldauer und der Erlebnisse im Fahrplanmodus, verbleiben wir hier: Bei den Einsteigern!

Schauen wir uns das HUD mal an. Ok es gibt nicht viel HUD, denn man sitzt halt in einer Bahn. Vor einem viele Knöpfe, drei Monitore und ein Hebel. Der ist das wichtigste Element. Nach vorne wird beschleunigt, nach hinten negativ beschleunigt und dann gibt es viel dazwischen und mittig den Leerlauf. Das muss man erst Mal verstehen. Ist halt eine Bahn und kein Auto. Reinfummeln muss man sich da. Aber nun los. Hebel vor, voller Anschlag. Die Bahn nimmt erst gemächlich, dann schneller werdend Fahrt auf und schwupps bin ich zu schnell. Merkt wohl auch die Leitstelle und stellt ein Signal auf rot und Ende. Klar baller ich da drüber!

Bin nun also wieder im Hauptmenu und nochmal die Nummer! Fahrplan, Fahrt auswählen, Uhrzeit, Wetter, GO. Der Hebel wird nun vorsichtiger bedient. Ich bemerke auch die ungefähre Funktion. 0 bis 100 sind nicht km/h, sondern eher Schubstufen. Ich taste mich also heran und erreiche die aktuell erlaubte Geschwindigkeit. Aber ich muss immer wieder tarieren. Mit A und D geht das übrigens. A is Gas, B ist weniger Gas und irgendwann halt Bremsen. Das ist auch nochmal so ein Ding. Aber erst Mal weiter. Ich achte also nahezu ständig auf die Geschwindigkeitsanzeige. Darüber wird angezeigt, wann sich die Höchstgeschwindigkeit das nächste Mal ändert. Also auch wieder runter vom Gas und da unten einpend…. Oha, die nächste Haltestelle. D bis Anschlag und schon stehe ich in der Mitte des Gleises. Links ballert mir auch noch ein „Zu Kurz Gefahren“ auf dem Schirm entgegen. Ja ich weiß, dass ich zu „kurz eingefahren“ bin? Ja irgendwie sowas. Mit NUM 7 und 9 gebe ich die Türen frei, haue aber meistens noch mit NUM 8 alle anderen Türen auf. Ich bin der Boss, ich kann auch die falsche Seite öffnen. Checken die NPCs zum Glück aber und rennen nicht scharenweise aufs Gleis.

Die anderen steigen ein und weiter gehts. Mein Signal bleibt die Fahrt über auf grün. Ich scheine also im Fahrplan zu sein. Andere Züge kreuzen mich nicht, aber fahren an mir vorbei. Ob ich im Fahrplan bin, weiß ich nicht genau, weiß ich auch bis heute nicht. Aber gut. Das ist im Grunde das Gameplay im Fahrplan Modus. Ich hatte zufällig im Rahmen der Aerosoft NextSim 23 noch die Chance mit einem Entwickler zusammen ins Spiel zu gehen. Bzw. er hat mir sein Game gestreamt. So konnte ich noch einige Fragen klären und außerdem hat er sich natürlich für den Experten-Mode entschieden. Der verläuft ein bisschen anders, als der Fahrplan Mode. Ihr müsst die Bahn betreten, starten, Licht anmachen, wenn ihr es braucht. Dann ins FIS die Zugdaten eingeben und hier sind die Entwickler besonders stolz das System der Hochbahn nachgebaut zu haben. Man gibt aus einer Liste oder aus dem Kopf seine Starthaltestelle ein, dazu die Uhrzeit. Dann die Zielhaltestelle und alles weitere weiß der Zug und auch die Leitstelle dann schon. Wann und wohin. Außerdem zeigt die Bahn die richtige Anzeige an! Die lässt sich auch verändern und so z. B. Sonderfahrten simulieren. Jetzt müsst ihr aber erst Mal in den nächsten Bahnhof einfahren, wenn es denn geht. Wir hatten direkt ein Rotsignal, weil eine andere Bahn noch im Bahnhof stand.

Steigt ihr in den Bordcomputer ein, wird es noch detaillierter. Scheibenwischer, Tempowarner, Ansagen, Infos zum Status der Bahn, und und und. Die Entwickler haben schon drauf geachtet alles so realistisch wie möglich darzustellen. Daher auch der eine oder andere Haken bei der Steuerung. Das ist eben so. Ja man muss sich echt reinfuchsen z. B. ins Halten der Geschwindigkeit, weil es eben keinen Tempomat gibt. Der Fahrer würde einschlafen mit Tempomat! Wenigstens kommt unser Gasknüppel aber nicht zurück, der echte hat eine Feder!

Bisher war es das aber mit dem Gameplay. Es ist. Ja es ist. Ich habe meinen Spaß. Aber wie lange weiß ich nicht. Ich bin aber auch nicht die Zielgruppe und je mehr ich mich in Simulationsgames einarbeite, desto eher kann ich verstehen, was manche daran fasziniert. Mich wird das Game über das Review nicht dauerhaft beschäftigen, aber ich werde mir immer wieder Neuerungen anschauen und weiterhin beobachten, wo die Reise als nächstes hingeht. Im Juni gibt es dann auch hoffentlich bereits News und Details zum Szenariomodus. Bin sehr gespannt!

Grafisch kann SubwaySim: Hamburg recht normale Simulationskost abliefern. Es sieht nicht knallegeil aus, wir haben hier kein The Last Of Us. Wir haben hier aber auch kein AAA Entwicklerstudio und das Augenmerk liegt woanders. Bei einer Sim geht es um den Simulationsgedanken. Da ist die Optik meistens zweitrangig. Wir haben früher auch mit Stöcken als Pistolen Räuber und Gendarm gespielt. Es kommt eben nicht immer auf die Grafik an.

Leider wirken die NPCs eher unabwechslungsreich. Ja, der eine hat Tattoos, aber der kommt hier zu dritt in den Zug und setzt sich in die Nähe seiner anderen Klone. Dazu noch die gleiche Frau und der gleiche andere Herr. Hier fehlt Abwechslung. Ja auch darauf kommt es nicht an, aber liefert gerne noch ein paar Models nach.

Die Bahn hingegen sieht knackig gut aus. Sie ist detailliert modelliert. Ebenso wurde sich natürlich enorm viel Mühe mit dem sichtbaren Teil von Hamburg gegeben. Immer im Rahmen der Möglichkeiten sehen die Gebäude und gerade auch der Hafen einfach gut aus. Auch hier kein Fotorealismus, aber so ist das schon in Ordnung. Weniger gefällt mir das Licht im Game. Gerade bei Nachtfahrten flackert es an der Frontscheibe, auch herausgezoomt. Hineingezoomt flackert die Scheibe eigentlich beständig. Auch die Beleuchtung im Zug war teil fehlerhaft, oder wirkte so. Von draußen hereingeschaut wirkte sie fast ausgeschaltet. Hier darf gerne nochmal ran.

Hardwarehungrig ist das Spiel nicht. Mein vier Jahre altes Schätzen wollte nicht alles auf EPIC, aber auf HIGH lief es dann wunderbar. Ich habe mir das Optimieren gespart, lief ja und sieht gut aus. Bei den Texturen geht dann natürlich noch ein bisschen mehr, aber nicht so viel, dass es das Spiel ändert.

(Die Review erfolgte aufgrund einer Vorabversion und kann Fehler enthalten, die nicht im fertigen Spiel zu finden sind!)

BEwertung

SubwaySim: Hamburg im Test – In der U3 durch die Stadt

Abschließend spreche ich einfach allen, die Bock auf Sim Games haben eine klare Empfehlung aus! Es macht MIR kurzzeitig Spaß, dann macht es einem Fan definitiv Spaß. SubwaySim: Hamburg ist „deep“ also recht detailliert, was den Sim-Teil angeht. Grafisch geht immer mehr, aber das hier gezeigte ist hübsch und reiht sich in Sim-Serien ein. Hebt sich nicht besonders ab, weder positiv, noch negativ. Hamburg als Kulisse aber ist nochmal hervorzuheben und wer mal da war, wird umso mehr Spaß an Punkten haben die er wieder erkennt.
7.5
Gut
Grafik
7
10
Sound
8
10
Gameplay
8
10
Atmosphäre
7
10
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Ich spiele seit den Gameboy und C128 Zeiten. Danach kamen noch Amiga 500, diverse PCs, Konsolen von Sony, noch mehr Konsolen von Sony und nun auch wieder PC. Ich habe kein festes Genre, aber halte mich mittlerweile von OpenWorld-Games fern. Gebt uns den Schlauchlevel zurück!