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Tulpar A7 V14.3.1 im Test – Was für unter den Weihnachtsbaum

Wer den Zöglingen dieses Jahr etwas ganz besonders Gutes tun will und zum Fest wieder die Spendierhosen anhat, der könnte beim Tulpar A7 fündig werden. Wir haben das Gerät einmal genauer unter die Lupe genommen, einige Benchmarks und vor Allem Games getestet. Ob der Preis/Leistungs Knaller hält was er verspricht und welche außergewöhnlichen Serviceleistungen man mit kauft erörtern wir im Folgenden Review.

Was bekommt Ihr?

Einen coolen, schwarzen Karton mit einem düster dreinblickenden Auge und dem Tulpar Schriftzug. Soweit erstmal zum Verpackungsdesign der Umverpackung. Das Branding zieht sich auch weiter durch und ist auf allen Komponenten zu finden. Vorsichtig öffnen wir die Verpackung, um den Inhalt einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, vollständig, durchdacht und mit persönlicher Note sind die Adjektive die uns dazu einfallen. Alle Teile sind sauber in Stoffbeutel verpackt, dies wirkt sehr wertig und schützt die Komponenten. Neben dem Notebook und dem obligatorischen Netzteil befinden sich weitere Unterlagen mit den Specs zum Gerät im Karton. Was uns wirklich gut gefallen hat ist der beiliegende USB Stick mit aktuellen Gerätetreibern, sodass wir das Notebook in Betrieb nehmen können, ohne vorher erstmal das Internet nach den passenden Treibern durchforsten zu müssen. Wir haben uns besonders über den persönlichen Brief gefreut, den Tulpar beigelegt hat, „Viel Spaß mit Deinem Notebook“ wünscht man uns. Super Sache, stärkt die Kundenbindung und ist einfach sympathisch.

 

So schauts aus

Flach, schwarz und mit leuchtendem Auge präsentiert sich unser Testobjekt. Bei Aufklappen fällt sofort die schicke RGB beleuchtete Tastatur und das große Touchpad auf. Anschlüsse sind reichlich vorhanden und thermische Probleme sollten beim A7 auch nicht auftreten, denn es hat einigen, links, rechts und hinten angebrachte Lüftungsschlitze. Mattschwarzes finish und eine tolle Haptik beschreiben die Oberfläche des Gamingnotebooks am besten. Das Gehäuse und dessen Form ist vom ein oder anderen Gamingnotebook Hersteller in dieser, oder zumindest ähnlicher Form bekannt, hat sich anscheinend bewährt und sieht ja auch gut aus. Das Display ist mittels eines mittig positionierten Scharniers mit der Haupteinheit verbunden. Das ganze Produkt wirkt sehr wertig, nichts klappert, oder knarrt.

 

Anschlüsse

An der Rückseite des Notebooks finden sich sowohl der Stromanschluss, sowie auch HDMI, LAN, USB Typ C und ein Kensington Lock. Linksseitig stehen USB und Klinkensnchlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Rechts sind USB in zweifacher Ausführung, sowie ein SD-Karten Leser vorhanden.

Die inneren Werte

Das A7 V14 3.1 kann mit einer guten Ausstattung glänzen, die bei späteren Benchmarks durchaus zu überzeugen weiß. Die Komponenten wirken sehr gut aufeinander abgestimmt.

Intel Core i7-12700H mit 14 Kernen und 20 Threads ist als Herzstück und Recheneinheit des Ganzen verbaut. Eine RTX3050Ti in der 4GB GDDR6 Variante sorgt für ausreichend Grafikpower, mit 3.200 MHz getakteter DDR4-RAM ist mit 16GB auch ausreichend vorhanden. Die flotte 500GB Crucial M.2 SSD macht mit schnellen Lese- und Schreibraten für reichlich Spaß. Durch 2.300 MB/s lesen und 940MB/s schreiben verschwenden wir nicht unnötig viel Zeit beim Booten, oder in Ladebildschirmen von Games.

Auf die Ohren gibt’s von der SOUND BLASTER Cinema 6 Plus, die zwei Lautsprecher mit jeweils 2W befeuert. Die Lautsprecher liefern das, was man von ihnen erwartet und das souverän und ohne störende Geräusche, oder problematische Frequenzen.

Intel funkt im Wi-Fi 6 Standard, flott und stabil, namentlich Wi-Fi 6 AX201, 2×2 AX, außerdem haben wir Bluetooth 5.2 M.2 2230 (2,4 Gbps) an Bord.

Bei der Webcam wurde in die Standardkiste gegriffen, was ausreicht und den Preis auch nachvollziehbar macht. Hier kann jedoch noch ausgebaut werden, denn Platz nach oben ist noch reichlich vorhanden.

 

Die Anzeige

144Hz LED auf 17,3“ mit einer Auflösung von 1920×1080. Unserer Meinung nach kommt hier wieder die durchdachte Auswahl an Komponenten und das perfekte Zusammenspiel dieser zum Tragen. Klar geht mehr Auflösung und auch schnellere Wiederholraten des Displays, aber fürs Gaming unterwegs und in der Preisregion sind wir mit dieser Konfiguration sehr gut bedient. Die Displayhelligkeit, Kontraste, Blickwinkel und die Farbwiedergabe sind gut, nicht überragend, aber stehen der Konkurrenz in nichts nach. Wer in 4K zocken will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen, da dann nicht nur das Display, sondern auch die meisten anderen Komponenten deutlich potenter gestaltet sein müssen. Eein wirklich rundes Paket für Gaming, besonders für FPS-Shooter top.

 

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur lässt sich im kompletten Bereich mit bunten LED Farben hinterlegen, zwar nicht auf die einzelnen Tasten steuerbar, aber trotzdem sehr schick. Haptik, Abstände und Druckpunkt der Tasten können definitiv überzeugen. Am NumBlock haben sich bei uns die Geister geschieden. Die einen finden ihn überflüssig, die anderen brauchen ihn unbedingt. Ein Kritikpunkt den jedoch auch die NumBlock Verfechter angebracht haben, ist die Positionierung, denn die „Rechts“ Taste ist Teil des Nummernfeldes. Blind können dadurch eher schwer die Cursortasten gefunden werden und ab und an kommt es durch die Positionierung zu Falscheingaben.

Unterhalb des Tastenfeldes ist das große Touchpad (15,5 cm breit, 10 cm hoch) zu finden. Klickgefühl und Druckpunkt sind hier leider nicht so „On-Point“ wie bei der Tastatur, aber die Möglichkeit das Touchpad halbseitig zu deaktivieren, um Fehleingaben beim Gaming vorzubeugen spielt dem Gesamterlebnis in die Karten. Außerdem werden die wenigsten FPS, oder auch andere Games mit dem Touchpad spielen.

Oberhalb der Tastatur sind der Power Knopf, Status LEDs und Einstellmöglichkeiten für den Betriebsmodus vorhanden. Über die Modus-Taste kann man zwischen Turbo-, Gaming- und Office-Modus wechseln. Dies hat Einfluss auf Leistungs- und Lüftungsverhalten.

Service der konkurrenzlos ist

Tulpar ist nach der 2-jährigen Garantie noch lange nicht Schluss. Damit jeder Käufer lange viel Freude an seinem Notebook hat bietet Tulpar einen lebenslangen Service an. Einmal im Jahr kann jeder Kunde sein Notebook zur Softwareoptimierung, Reinigung und Erneuerung der Kühlpaste einschicken, oder im Berliner Store abgeben. Der Service wird von geschultem Personal mit Spezialequipment in der Servicezentrale am Berliner Alexanderplatz durchgeführt. Hier können auch Reparaturen vorgenommen werden, sollte ein Bauteil nach intensiver, jahrelanger Nutzung doch einmal nicht mehr so richtig wollen. Das ist Kundenfreundlich und vor Allem nachhaltig, da nicht das ganze Gerät getauscht wird, sondern nur die defekten Bauteile erneuert werden. Diesen Service wird man aktuell bei keinem anderen Hersteller finden, zumindest nicht, ohne weitere Kosten zu verursachen.

 

 

Technische Daten

ProzessorIntel Core i7 12700H (14 Kerne, 20 Threads, 2.3 – 4.7 GHz)
GrafikleistungNvidia GeForce RTX 3050 Ti (4GB GDDR6 VRAM); 95 W TDP
Display17,3″ Full HD, 144 Hz
Speicherplatz500 GB SSD (M.2-2280 NVMe PCIe 3.0 x4) installiert
Arbeitsspeicher16 GB DDR4-3200 (2x 8 GB)
TastaturFull-Size-Tastatur mit RGB Single Zone-Beleuchtung
BetriebssystemWindows 11 Home
KonnektivitätIntel Wi-Fi 6 AX201; Bluetooth 5.2
AkkuLi-Polymer; ‎46,74 Wattstunden
Abmessungen (B x H x T)392,9 x 260,6 x 24,9 mm
Gewicht2,5 kg (ohne Netzteil)
Preis1044,00 € (in der 8GB Version mit 5% Amazon Coupon) Stand 05.12.2022

 

Den A7 auf Herz und Nieren prüfen

Tulpars A7 ist ein solider Allrounder mit Fokus aufs Gaming. Die Geräuschentwicklung war in allen Lebenslagen akzeptabel, der Lüfter startet zwar manchmal recht früh und mit hoher Drehzahl, schaltet aber im Idle und beim Surfen, oder bei Officeanwendungen auch komplett ab.

Wir hatten vier Spiele, einen Benchmark und das Kompilieren eines Linux-Kernels auf der Agenda. Den Kernel konnten wir auf Grund von Problemen bei der Installation der Linux Distribution leider nicht kompilieren lassen, dieses Problem ist doch kein Neues und hat nichts mit dem Tulpar A7 zu tun.

Beim Unigine Superposition Benchmark erzielte das Notebook in hohen Settings und einer Auflösung von 1080p eine Punktzahl von 7626 mit einer durchschnittlichen Framerate von 57fps, dieses Ergebnis ist durchaus Konkurrenzfähig. Die CPU wurde durch Benchmarks und Games an ihre thermische Belastungsgrenze gebracht, zeitweise erreichten wir 97° Celsius und die Lüfter liefen auf Hochtouren.

Die starke Beeinflussung des Modus und des Settings durch Netz- oder Akkubetrieb konnte man im Ingame Benchmark von Horizon Zero Dawn sehen. Während wir im Netzbetrieb, bei einer Full HD Auflösung und höchsten Settings immer noch ordentlich 76fps hatten, droppten sie im Akkubetrieb auf unspielbare 5fps, dies ist aber völlig in Ordnung, wenn man bedenkt, dass eine sehr potente und leistungshungrige CPU und Grafikkarte verbaut sind, denen die Akkuspannung nicht reicht, um ihr Potential auszuschöpfen.

 

Company Of Heroes 2  könnten wir bei maximalen Details mit stabilen 61fps spielen. Hier hat sich wieder gezeigt, dass die Komponenten sehr gut zueinander passen, da bei diesem Game gerne auch mal gestandene Desktop PCs in die Knie gezwungen werden.

Rise Of The Tomb Raider war je nach Ingame Szene ein auf und ab der Framerate. Im Sandsturm erzielten wir eher niedrige, aber spielbare Framerates, in eher statischen Umgebungen, ohne viele bewegliche Details jedoch auch gut und gerne mal Framerates die in Richtung der 144Hz Wiederholungsrate des Bildschirms gehen. Im Mittel konnte wir aber sauber spielbare 101fps erzielen.

Ebenfalls dreistellig und zwar 105 fps hatten wir durchschnittlich in Reident Evil Village.

Das Notebook ist also auf jeden Fall Ready To Play und kann auch aktuelle Titel ordentlich abspielen.

 

Akkulaufzeit

Der Drei-Zellen-Li-Po Akku mit 4100mAh ist für den Einsatzbereich des Notebooks unterdimensioniert, da bei voller Auslastung nach einer Partie Companie Of Heroes 2 Schluss ist. Das ist aber überhaupt nicht problematisch, da sich dieses Umstandes jeder Käufer bewusst sein sollte, denn die Hauptzielgruppe sind Gamer.

 

Fazit

Tulpar hat mit dem A7 V14.3.1 ein wirklich gutes Produkt im Sortiment. Preis/Leistung stimmt und der Service ist Konkurrenzlos gut, kein anderes Unternehmen bietet diese Art von Aftersales für seine Kunden an. Lange Kundenbindung und überdurchschnittlich lange Lebenszyklen der Hardware dürften das Ergebnis sein und hier kann man auch vor der Firmenphilosophie den Hut ziehen, denn Nachhaltigkeit scheint hier dem Gewinn übergeordnet zu sein. Weiter so Tulpar, wir sind gespannt wo der Weg hinführt und wie stark sich Tulpar in der deutschen Gaminglandschaft etablieren kann.

 

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Interessiert sich für die Welt der Pixel seit die Dinosaurier ausgestorben sind. Dabei vertreibt eine gute Simulation am Morgen, Kummer und Sorgen. Schreibt nach 10 Kaffee schneller Unfug als die Autokorrektur berichtigen kann.

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