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Was für auf die Ohren – Das JBL Quantum 810 Gaming Headset im Test

Heute melden wir uns bei euch zurück mit einem weiteren Headset. Wieder von JBL. Nur dieses Mal OverEar und auch mit Fokus aufs Gaming. Ob das auch ein kleiner Nachteil sein kann? Schauen wir mal, was die JBL Quantum 810 so leisten.

Vor kurzem hatten wir die Quantum TWS im Test. Doch auch OverEar hat JBL was aus der Quantum Serie im Programm. Das Quantum 810 tritt an, um am PC und auch Konsolen eine gute Figur zu machen.

Lieferumfang

Schauen wir aber erst Mal was das Headset so mitbringt. Wir haben einen Dongle für 2,4 GHz Funk, der auch mit PS4 und PS5 kompatibel ist. Für Xbox Geräte liegt ein gesleavtes und mit Lautstärkeregelung und Mute Taste ausgestattetes Klinken-Kabel bei. Zu guter Letzt kann man auch noch über Bluetooth mit seinen Geräten Kontakt aufnehmen. Das unterstützt mittlerweile die Switch, kann natürlich auch das SteamDeck und jedes Smartphone! Das letzte Zubehör ist das ebenso gesleavte USB-C Ladekabel. Den beiliegenden Beutel verbuche ich nun mal unter Verpackung! Packt das Headset beim Transport einfach in die Box, dann ist es geschützt, wenn auch ein bisschen klobig.

Nichts für unterwegs

Unterwegs, also auf den Wegen von A nach B, sollt ihr das Headset wohl eigentlich eh nicht einsetzen. Entgegen den TWS, also den InEars von JBL Quantum, verbindet sich das 810er zwar über BT mit deinem Smartphone, redet aber nicht mit der App. Das ist mehr als schade. Aber da sich das Mike ja auch nicht abnehmen lässt, wirkt das Headset eben auch wie ein Headset! Der Rest der schicken Optik wiederum würde da draußen nun auch nicht besonders auffallen, kommen einem mittlerweile Katzenohrenkopfhörer auf der Straße entgegen. Hier sehen die 810 eher schlicht bis modern aus. Aber ohne App macht das alles nur halb so viel Spaß. Ihr müsst auf den hoffentlich vorhandenen EQ des Phones zurück greifen, könnt die LED nicht doch noch deaktivieren um Strom zu sparen. Kurz: Schade.

Auch PS5 und Co. kommen nicht in den Geschmack der JBL Zusatzfunktionen, bringen spätestens ab dieser Generation jedoch eigene Soundengines mit, die das schon übernehmen. ANC an und aus jedenfalls geht auch direkt am Gerät. Dazu regeln wir an zwei Drehreglern einmal den Mix zwischen Chat und Game und die Lautstärke insgesamt. Ein weiterer Schalter am linken Hörer kann das Mike muten, wenn man denn möchte. Ach links ist dann noch der Klinkenanschluss und der Ladeport. Rechts finden wir den Bluetooth Taster fürs Pairen und den Ein/Aus Schalter. Auf der Oberseite beider Hörer finden sich die ANC Mikrofon. Was nun aber der Mute Taster genau soll, weiß ich nicht. Das Bügelmikrofon lässt sich einfach nach oben bewegen und schaltet dann ab einer bestimmten Höhe auch auf Mute. Angezeigt wird das mit einer roten LED am Bügel, direkt vorm Mike. So soll es euch seltener bis gar nicht mehr passieren, dass ihr vergesst euch zu entmuten. Dabei ist der Bügel dann eigentlich aus eurem Sichtfeld verschwunden, die LED sieht man also gar nicht. Ah ok, dann sollte man evtl. doch am Schalter muten, denn wenn es dann von der Lichtstimmung her dunkel genug ist, hat man eine rote LED im Sichtfeld. Na gut, dann bleibt der Schalter wo er ist!

Material und Gewicht

JBL setzt beim 810 voll auf Plastik und damit eine eigentlich leichte Bauweise. Dabei, und dazu kommen wir noch, ist das 810 eher „schwer“ im direkten Vergleich. Denkt nun nicht negativ. Danke. Wir kommen noch dazu! Sowohl Kopfbügel, als auch Treibergehäuse etc. sind aus Kunststoff gefertigt, fühlen sich aber alle samt wertig an. Kopfbügel und Hörer sind gepolstert, jeweils mit glatter Kunstleder-Oberfläche. In den Hörern schützt ein sehr feines Mesh die Treiber vor Verschmutzung. Die Hörer lassen sich zum Verstauen oder wenn man das Headset mal kurz um den Hals legen möchte zur Seite drehen. Optisches Highlight sind dann natürlich die 2 unterschiedlichen RGB LED Zonen, die sich in der PC Software konfigurieren lassen. Dabei schalten wir Logo und Ring in unterschiedlichen Farben und Farbwechseln, auch zeitgesteuert im Spezialmodus. Alles immer gleichzeitig für Links und Rechts.

Active Noice Canceling

Schieben wir bei den Funktionen dieses mal das Active Noice Canceling an den Anfang. ANC funktioniert, aber evtl. nicht stark genug! Auch dieses leicht komische Gefühl im Ohr, wenn ANC richtig greift, ist hier nur leicht zu spüren. JBL wirbt damit, ANC speziell für die Gamingumgebung entwickelt zu haben, aber was genau ist diese Gaming-Umgebung? Die Standard Situationen sollten irgendwie folgende sein: „Ich bin ein Kind oder Jugendlicher und teile mein Zimmer mit meinen Geschwistern“ oder „Ich bin Erwachsener in einer Familie und Abends läuft im Background TV und es wird gesprochen“. Nehmen wir diese Situationen. Also TV Geräusch, Stimmen, Geräusche von spielenden Kindern, also wahrscheinlich teilweise sehr laute Stimmen. Oh Zufall, diese Situationen konnte ich hier bei uns gut nachstellen. Einfach weil sie so stattfinden. Ok, laut spielende Kinder finden noch nicht statt, aber der Jung hier ist 13. Es gibt „laute Stimmen“. Abends wiederum läuft hier nebenbei der TV für die Frau und telefonieren kann auch passieren.

Hier macht das ANC der JBL keine allzu gute Figur. Alles wird im Grunde nur gedämpft, aber weg ist gefühlt nichts. Ich habe die Messesituation hier nun nicht, aber ich hatte auf der Gamescom die 910er von JBL auf und auf einmal war die Messe weg. Ich denke hier ist das ANC einfach hochwertiger und funktioniert einfach besser. Aber da legen wir preislich auch nochmal einen Hunderter drauf! Leider wird auch das intensive Tippen auf einer mechanischen Tastatur nur stark gedämpft, aber hierbei merkt man schon, dass das ANC wenigstens versucht dagegen anzukämpfen. Das „Ohrgefühl“ variiert hierbei links und recht, je nachdem wo die Tastatur lauter ankommt. Was schon gut verschwindet, aber es handelt sich dabei nun nicht um einen laufenden Mixer oder einen Staubsauger, dass ist der PC. Man muss noch erwähnen, diese Tests laufen erst Mal ohne Sound. Hauen die JBL selber Sound in unsere Ohren, dann ist der Hintergrund natürlich überdeckt, in leisen Gamepassagen aber dann nicht. Auch das „Gefühl“ wirkt dann nicht mehr so stark. Man muss den 810ern auch zu Gute halten, dass die Ohrpolster schon sehr gut von der Außenwelt abdichten und sehr bequem sind. Nach längerer Zeit kann sich rächen, dass die Polster mit Kunstleder bezogen sind. Das kann schon schwitzig werden. Kunstleder aber kann ich abwischen, Stoff muss trocknen.

Komfort

Bleiben wir aber direkt beim Komfort. Die JBL 810 sind schon sehr leicht und sitzen einfach gut! Mit 413g sind sie nicht Mal sonderlich leicht, aber trotzdem merkt man sie kaum. Langen Gaming-Sessions und auch langem Musik hören steht nichts im Weg. Ich jedenfalls konnte sie ewig tragen. Ach und eigenartiger Weise, entscheidet nicht nur das Gewicht über das „gefühlte Gewicht“. Ich hatte mehrere Headsets vor Ort. Eigene und Testgeräte. Meine Freundin darf bei Tests natürlich auch immer alles ausprobieren. Die JBL kamen ihr am leichtesten vor. Obwohl sie teils sogar 50g schwerer waren. Das spricht für den Tragekomfort der Quantum 810.

Software

Gehen wir nun aber zum Elementaren eines Headsets. Dem Sound. Ich hatte die JBL natürlich an allen möglichen Endgeräten im Einsatz, dann in der Regel pur. Also keine besonderen EQs oder Soundverbesserer. Out Of The Box ist das oft nicht verfügbar. Außerdem hört man so eher Unterschiede. Am PC aber durften die 810er mit ihrer Software angeben. Wichtig: An der Software funktioniert immer nur ein Dongle gleichzeitig. Steckte der Dongle der TWS noch im Rechner, verweigerten die 810er ihren Dienst. Und auch wie bei den TWS musste ich für die Steuerung in Voicemeeter erst Mal die Exklusivsteuerung in den Einstellungen der 810 deaktivieren. Kannte ich aber ja schon. Was aber immer geht, ist die 3-fache Verbindung, eigentlich 4-fache Verbindung. Über den Dongle könnt ihr zwei Audioquellen ansteuern, Game und Chat. Chat muss aber gar kein Chat sein, da schickt man auch Musik drüber, wenn man das möchte. Gleichzeitig seid ihr über BT mit dem Smartphone verbunden und vielleicht kommt der Chat ja hier her! Oder die Musik? Oder ihr telefoniert? Die Lautstärke regelt ihr am Phone selber. Ebenso könnt ihr noch mit Klinke verbinden. Auch hier regelt ihr am Endgerät die Lautstärke. Am Headset selber regelt ihr den Dongle-Sound.

Dongle eingesteckt, schon läuft das Headset direkt in die Software, wird erkannt und kann konfiguriert werden. Die Software ist sehr übersichtlich. Man sieht auf einen Blick, wie hoch die Lautstärke eingestellt ist, ob das Mike an oder aus ist, wie der Game/Chat Mix aktuell eingestellt ist und ob man Raumklang nutzt oder nicht. Dazu die Akkukapazität und ob man über BT oder Dongle verbunden ist. Dann kann man hier noch schnell ANC oder die TalkThrough Funktionen schalten, wobei TT die Wiedergabe komplett mutet und dann Sound von außen übers Mike nach innen schickt.

Dann geht es schon mit dem Equalizer weiter. Hier gibt es wieder die Presets, unter denen auch Flat ist und Flat ist hier quasi „normal“, also unverändert. Jedes Preset könnt ihr selber verstellen, per Klick auch wieder reseten und alles das auch in den User Profilen speichern. In gewissen Grenzen, könnt ihr mit dem EQ auch Steps und andere Geräusche in Spielen hervorheben. Die Beleuchtung wird direkt danach konfiguriert, eben wie bereits angesprochen. Auch hier Presets für schicke vorbereitete Licht- und Blinkeffekte.

Raumklang

Interessanter wird es dann unter dem Punkt Raumsound. Diesen kann man per sé Ein und Aus schalten, dann aber wählen zwischen DTS Headphone X v2.0 und JBL QuantumSurround. Und jetzt wird es subjektiv. Ich versuche mal zu Beschreiben, wie ich den Raumklangeffekt empfinde. Sowohl DTS, als auch JBL QS erhöhen die Lautstärke des Headsets. Beide bilden einen größeren Raum, in dem sich die Objekte dann bewegen. Dabei legt DTS gefühlt mehr wert auf Größe und Volumen, JBL QS eher auf Klarheit und trotzdem Größe, mit weniger „Hall“. Ist das irgendwie verständlich? Subjektiv betrachtet gefällt mir JBL Quantum Surround ein bisschen besser. Ich finde es aber toll, hier nicht einfach irgendeine Technik vorgesetzt zu bekommen, sondern mich für die eine oder andere Technik entscheiden zu können. Option 3 wiederum ist für viele Gamer dann wieder ein Muss, da sie eher natürlichen Sound, direkte Akustik mögen oder das Spiel an sich eine eigene Engine mitbringt, um aus Stereo irgendwie Raumklang zu machen. Also auch AUS ist eine valide Möglichkeit. Wie immer bei Headsets: Ihr entscheidet das selber. Was klingt besser, was hilft mehr? Wo hört ihr mehr, etc. Musik habe ich eher im Stereo laufen, Multiplayer Games auch, Single Player habe ich dann Raumklang an und wenn ich einen Film schaue auch. So sieht jedenfalls meistens mein Nutzungsverhalten aus. Ach und nicht vergessen. Wie bei den TWS müsst ihr den 810er in Windows erst Mal einstellen, dass sie „7.1 Lautsprecher“ sind. Schnell erledigt, nach Updates aber gerne wieder nötig! Das Tutorial aber ist ja auch in der Software verlinkt.

Jetzt wird es gegen Ende eher unspektakulär. Am Mikrofon ändert ihr nur den Zustand, ein oder aus. Dann bei Systemsoftware kann man noch Updates für Software/Treiber, aber auch Firmware des Headsets erhalten. Außerdem die Sprache einstellen und ab wann das Headset sich ausschaltet, wenn es nicht genutzt wird. Ach unter Hilfe bekommt ihr nochmal genau die, aber die Software ist echt Easy zu bedienen.

Das Mikrofon

Bevor wir dann langsam zu Ende kommen, wie klingt das Mikrofon. Im Video könnt ihr euch selber anhören, was so an Mikrofonleistung zu erwarten ist. Aber wie zu erwarten. Hier kränkeln sie alle! Es ginge! Es muss gehen! Doch niemand verbaut 200€ und teurere Kapseln in ein blödes Headset. Das machen sie alle nicht! Und genau darum, haben eure Streamer immer ein dickes Mikrofon für viel Geld in ihrem Gesicht. Aber irgendwann werden wir fündig! Ganz bestimmt!

Fazit

Kommen wir nun also zum Fazit. Kurz und knapp zusammengefasst: Auf der Habenseite steht ANC, wenn auch nicht das Beste! Das Quantum 810 trägt sich wunderbar und ist mehr als bequem. Nicht mal sehr leicht, aber durch reinen Komfort irgendwie ausgeglichen. Der Sound spielt in der Preisklasse gut mit. Es gibt soweit nichts zu beklagen. Die Lautstärke ist ein bisschen vorsichtig. Da kommt nicht so viel raus, wie bei anderen. Aber eben genug. Es ist laut genug. Bei weitem. Mehr macht man nicht, weil es für die Ohren schlecht ist. Leider kann man das nicht deaktivieren, es ist halt so. Lässt man die Raumklangnummer außen vor, handelt es sich bald um ein perfektes Headset für Kinderohren! Aber es ist kein Limiter eingebaut, nicht dass ich wüsste. Und so wird es im Raumklangmodus und evtl. mit anderen Abspielquellen doch lauter, als Kinderohren ertragen sollten.

Zurück zum Sound, den erträgt keiner, den genießt man. Schade ist, das die App nicht kompatibel ist, JBL also irgendwie sagt: Spiel damit an der Konsole und dem PC, nimm es mit zu Freunden, aber auf dem Weg dahin, nutze andere Hörer! Das ist ok so, aber schade. Wenigstens die LEDs hätte man deaktivierbar machen können, also ohne Software! Das Mike ist so „lala“ wie erwartet, aber der Akku hält echt lange, immer je nachdem ob ANC an ist, wie laut ihr hört, ob das Mike läuft und RGB an ist oder eben nicht. 30 Std? Nein, aber lang genug für selbst extreme Sessions? Allemal! USB-C habt ihr aber eh dabei, euer Smartphone hält nicht so lang!

Ich spiele seit den Gameboy und C128 Zeiten. Danach kamen noch Amiga 500, diverse PCs, Konsolen von Sony, noch mehr Konsolen von Sony und nun auch wieder PC. Ich habe kein festes Genre, aber halte mich mittlerweile von OpenWorld-Games fern. Gebt uns den Schlauchlevel zurück!
Ich spiele seit den Gameboy und C128 Zeiten. Danach kamen noch Amiga 500, diverse PCs, Konsolen von Sony, noch mehr Konsolen von Sony und nun auch wieder PC. Ich habe kein festes Genre, aber halte mich mittlerweile von OpenWorld-Games fern. Gebt uns den Schlauchlevel zurück!
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1 Kommentar
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Rahel K
Rahel K
1 Jahr zuvor

Die LEDs kann man am Headset deaktivieren, indem man die Mute-Taste 5 Sekunden lange gedrückt hält.

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