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Bloodhound im Test – Arcade-Horror-FPS der 90er

Bloodhound, ein rasanter Retro-Shooter wurde am 18. Juli 2023 veröffentlicht. Dieses mit Spannung erwartete Spiel ist das erste Werk des polnischen Indie-Studios Kruger & Flint Productions, das eine eindrucksvolle Hommage an die Shooter der 90er Jahre geschaffen hat. Mit einem unverkennbaren Stil und einem fesselnden Gameplay, das sowohl Hardcore-Gamer als auch Casual-Spieler anspricht, hat das Team von Kruger & Flint einen beeindruckenden Einstand in der Gaming-Welt hingelegt.

Freundlicherweise wurde uns ein Key zum testen zur Verfügung gestellt, welcher aber keinerlei Einfluss auf unsere ehrliche Meinung hat.

Ein nostalgischer Tauchgang

Das Erlebnis beim Start von Bloodhound fühlte sich wie eine Zeitreise in die Vergangenheit an, erinnernd an die Shooter der 1990er Jahre, angefangen bei der simplen Benutzeroberfläche bis zu den schnellen Steuerungen und dem unkomplizierten Gameplay. Dieses Spiel ist das Debüt von Kruger & Flint Productions, einem polnischen Indie-Studio, das sich deutlich von Klassikern wie Quake oder Doom inspirieren ließ. Bloodhound ist eine Hommage an diese Vorgänger und nimmt erfolgreiche Spielelemente auf, umhüllt sie jedoch in ein frisches Design.

Die Spielhandlung beinhaltet eine Rolle als Mitglied des Ordens der Hüter der Tore, dessen Aufgabe es ist, die Pforten zur Hölle vor dem Kult von Astaroth zu schützen. Der Kult versucht natürlich, die Hölle zu öffnen und Chaos auf der Erde zu verbreiten, obwohl das Spiel nur wenige Hinweise auf diese Story liefert.

Ein aktwechselndes Abenteuer

Bloodhound spielt sich in fünf Akten ab, wobei jeder eine unterschiedliche Atmosphäre hat und in unterschiedlichen Welten spielt, von der realen Welt bis zu höllischen unterirdischen Dungeons. Bloodhound bezeichnet sich als Arcade-Ego-Shooter und konzentriert sich mehr auf das Gameplay als auf die Geschichte. Dies wirkt sich nachteilig auf das Spielerlebnis aus, da der Mangel an einer Story oder Weltgestaltung stark auffällt.

Das Spiel punktet vor allem mit rasanter Action und endlosen Dämonenhorden. Die Atmosphäre und das Gameplay erinnern stark an die frühen Doom- oder Quake-Titel. Es gibt zehn einzigartige Waffen mit besonderen Fähigkeiten, darunter ein Standardrevolver, Sturmgewehr, Schrotflinte, eine Kettensäge mit Flammenwerfer-Funktion, doppelt geführte Miniguns und eine Armbrust mit explosiven Bolzen.

Ein Waffenarsenal der Hölle

Die kreative Bewaffnung ist das Highlight von Bloodhound und fordert kreatives Denken, um die Feinde zu besiegen. Trotz reichlich Munition ist das Wechseln zwischen den Waffen notwendig, um einen reibungslosen Kampfverlauf zu gewährleisten. Allerdings sind nicht alle Waffen gleich gut ausbalanciert und einige könnten noch etwas verfeinert werden, um eine ähnliche Effektivität wie die Flammenwerfer-Kettensäge oder die Schrotflinte zu haben.

Obwohl die meisten Level in Bloodhound ein Retro-Shooter-Gefühl erzeugen und modernen Spielstandards entsprechen, sind sie alle sehr ähnlich aufgebaut und werden nach einiger Zeit monoton. Die Levelgestaltung in Bezug auf die Quests ist ziemlich gleichbleibend: Man sammelt Schlüssel, betätigt Hebel und erreicht Portale, die einen zum nächsten Ort transportieren, während man sich immer größeren Feindeshorden stellt. Das Kampfsystem ist gut genug, um das Spiel unterhaltsam zu machen, aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass mein Gehirn im Autopilot-Modus war.

Das Design der Feinde und die Bosskämpfe sind eine weitere Stärke von Bloodhound. Die Feinde und die düstere Atmosphäre wurden von Shootern und der Arbeit des polnischen Malers Zdzislaw Beksinski inspiriert. Die Bosskämpfe waren das Highlight, denn das Meistern ihrer einzigartigen Angriffe und gleichzeitige Kontrolle der Feindeshorden war äußerst befriedigend.

Grafische Darstellung und Soundtrack

Bloodhound wurde in der Unreal Engine 4 erstellt und sieht zwar nicht schlecht aus, ist jedoch kein grafisches Wunderwerk. Das Spiel bleibt dem ursprünglichen Stil von Quake treu, allerdings ist die Grafikqualität nicht überall gleich und bricht dadurch die Immersion. Einige Umgebungen sind besser gestaltet als andere, was auffällt. Die Leistung insgesamt ist sehr gut.


Das „Bloodhound“ Testsystem

KomponenteBeschreibung
Gehäusebe quiet! Pure Base 500FX schwarz
ProzessorAMD Ryzen 7 7800X3D, 8x 4.2GHz, 96MB L3-Cache
MainboardGigabyte B650 Gaming X AX
GrafikkarteNVIDIA GeForce RTX 4070 Ti 12GB Gigabyte Gaming OC
Arbeitsspeicher32GB DDR5-5600 Corsair Vengeance RGB
DatenträgerSSD (M.2 / PCIE) 1TB Western Digital Black SN770
powered by Mifcom

BEwertung

Bloodhound im Test – Arcade-Horror-FPS der 90er

Der Soundtrack des Spiels, komponiert von der Band Sons of Amon, fügt sich perfekt in das Spielgeschehen ein und verleiht dem Spiel das richtige Flair.
7.8
Gut
Grafik
7
10
Sound
9
10
Gameplay
7
10
Atmosphäre
8
10
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Leidenschaftlicher Gamer von Indie Perlen & Simracer ... Es darf aber natürlich auch alles andere sein was man mit Tastatur, Maus oder Controller bekämpfen kann ;)