Close

Login

Close

Register

Close

Lost Password

MOZA R5 Bundle im Test – Der perfekte Einstieg ins Sim-Racing

Direct-Drive-Lenkräder gibt es in allen möglichen Ausführungen und Preisregionen, doch welches Direct-Drive Wheel lohnt sich für den Einstieg, ohne dass es direkt den Geldbeutel sprengt? Ein würdiger Kandidat für den Einstieg wäre das MOZA R5 Wheel, welches wir uns im Bundle mit den Pedalen mal genauer angeschaut.

Das Einstiegs-Segment im Sim-Racing war lange Zeit von dem Logitech G923 oder dem Thrustmaster T300. Zwei Lenkräder ohne Direct Drive, ein wirkliches Direct-Drive Einsteiger Lenkrad zum günstigen Preis konnte man nur von Fanatec bekommen, wenn sie denn lieferbar waren. Letztes Jahr im Herbst kam dann das MOZA R5 auf den Markt, welches in genau diese klaffende Lücke passen sollte. Doch zuerst schauen wir uns erst einmal die technischen Details des MOZA R5 Bundles an.

Preisca. 599 €
Anwendbare Plattform:PC (Windows)
Antriebsart:Direktantrieb
Maximaler Lenkeinschlag:Unbegrenzt
Material des Gehäuses:Aluminium-Legierungen
Maximales Drehmoment:5,5 N-m
Maximale Leistung:95W
Eingangsspannung:110V~220V AC – 12V DC
USB-Aktualisierungsrate:1000Hz
Smartphone APP:Anwendbar
Anschluss Port:Startschalter, Stromversorgung, Daten, Anzeigebildschirm
Montage:4 Löcher an der Unterseite; exklusiver Halter, der die Winkelverstellung und die seitliche Befestigung unterstützt; Tischklemme
Tischklemme:Optional
Seitliche Befestigung:Optional
Not-Aus-Schalter:Optional

Ein PC-Lenkrad für Simulations-Einsteiger

Das Moza R5-Bundle wird mit einer Pedalerie geliefert, die aus zwei Pedalen, einer Basis und einem D-förmigen Lenkrad besteht. Es enthält alles, was man zum Einstieg in das Sim-Racing benötigt, vorausgesetzt, man hat einen PC und einen Monitor. Falls man kein eigenes Sim-Rig besitzt, wird auch eine Tischklemme mitgeliefert, um das R5 Wheel am Schreibtisch zu befestigen. Mit einem Drehmoment von 5,5 Nm ist dies zwar möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen, es sei denn, man hat einen sehr stabilen Schreibtisch. In meinem Test habe ich das Moza R5 Wheel an einem Sim Rig von TailoredRig (Test zum TailoredRig SRR 3000 Rig) installiert, um es gründlich zu testen. Bereits beim Auspacken des Bundles war meine Erwartungshaltung sehr hoch, denn endlich konnte ich mein erstes Direct-Drive-Lenkrad bei mir zu Hause willkommen heißen. Der erste Eindruck war vielversprechend, da die Verarbeitung im Vergleich zu einem Logitech G923, das durchaus wie ein Spielzeug wirken kann, hochwertig und qualitativ hochwertig wirkte. Der Zusammenbau verlief sehr schnell, nur das „Performance Kit“ für die Bremse dauerte etwas länger, aber die Montage ist optional, darauf werde ich später genauer eingehen.

Unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Moza R5 Bundle ist mit einem Bundle-Preis von 599 Euro das günstigste Direct-Drive-Lenkrad, das derzeit als Einsteiger erhältlich ist. Diese Direct-Drive-Technologie ist wesentlich besser als die Zahnrad- oder Riementechnologie der gängigen Einsteigermodelle. Ein Elektromotor, wie er in einem Direct-Drive Wheel verwendet wird, kann das Lenkradlager ohne zusätzliche Komponenten beeinflussen. Man spürt die kleinsten Unebenheiten auf der Strecke und spürt ohne die geringste Verzögerung, wann das virtuelle Fahrzeug an Haftung verliert. Das Lenkrad bietet auch einen besseren Widerstand. Die genannten Einsteiger-Lenkräder von Logitech und Thrustmaster bringen nicht einmal halb so viel Kraft auf und sind während der Benutzung auch deutlich lauter. Hier liegt der Knackpunkt bei der Kaufentscheidung, denn im Gegensatz zum fünfzig Euro teureren Fanatec-Gegenstück (bzw. deren Bundle) kann das R5 nicht nachträglich aufgerüstet werden. 5,5 Nm sind die Obergrenze, während man die 5-Newtonmeter-Modelle von Fanatec durch den Kauf eines speziellen Netzteil-Upgrades auf 8 Nm erhöhen kann. Die Entscheidung, ob die gelieferten 5,5 Nm ausreichen, können wir Ihnen nicht abnehmen. Aber in Bezug auf den Rest des Bundles fällt unser Urteil eindeutig aus: Wer auf die Möglichkeit eines Upgrades verzichten kann, erhält mit dem Moza R5 definitiv ein hochwertigeres Produkt. Lediglich die Pedale können nicht ganz mithalten, aber dazu kommen wir später.

Ein Quick-Release wie ein Gedicht

Die beiden wichtigsten Komponenten des R5-Bundles – der Motor und der Lenkradkranz – übertreffen das Fanatec CSL- (bzw. GT DD Pro-) Pendant erstaunlich leichtfüßig. Der Motor ist mit Abmessungen von 17,5 x 15,7 x 12,4 cm und einem Gewicht von 3,4 kg sowohl leichter als auch kompakter, lässt sich jedoch genauso einfach an einem Rig befestigen oder mithilfe der mitgelieferten hochwertigen Tischklemme an einem Schreibtisch befestigen. Bei letzterem sollte der Tisch stabil sein, da 5,5 Nm einfache Spanplatten stark belasten und Vibrationen erzeugen können. Dank des einfachen Layouts des Geräts lassen sich die Pedale und ein optionaler Status-Bildschirm auch ohne Blick ins Handbuch an der Rückseite installieren. Dort wird auch das Netzteil angeschlossen. Das Gerät wirkt dadurch sehr aufgeräumt. Noch beeindruckender ist die Verbindungsstück zwischen Motor und Lenkrad. Die sogenannte Quick-Release-Klemme, die ein sekundenschnelles Anbringen und Abnehmen eines passenden Lenkradkranzes ermöglicht, ist genauso robust wie bei teureren Moza-Lenkrädern und gehört zu den massivsten auf dem Markt. Es gibt kein lästiges Wackeln oder Ungenauigkeiten. Die Konkurrenz kann sich gerne eine Scheibe davon abschneiden.

Massiv und griffig: Das mitgelieferte Lenkrad

Es gibt jedoch ein kleines Handicap: Die elektronische Verbindung verwendet ein neues Layout, das nicht mehr mit älteren Moza-Modellen kompatibel ist. Wenn man ein R5 kauft, kann man keine gebrauchten Lenkrad-Aufsätze verwenden, da sie zwar befestigt werden können, aber alle Tasten und Knöpfe nicht funktionieren. Immerhin sollen alle zukünftig veröffentlichten Lenkradkranze sowohl mit alten als auch neuen Wheel-Basen kompatibel sein. Für den Erstkauf muss man nicht so weit in die Zukunft planen, da der mitgelieferte Lenkradaufsatz in den meisten Fällen seinen Zweck erfüllt. Auch hier ist ein Vergleich mit Fanatecs Bundle angebracht, bei dem das Gran-Turismo-Lenkrad im Vergleich dünn und empfindlich wirkt. Mozas Lenkrad wirkt massiv und praktisch unzerstörbar, auch wenn es mit einem Durchmesser von gerade mal 27,5 cm gerade noch groß genug ist. Alle 18 Tasten und das Steuerkreuz sind gut erreichbar, obwohl die Druckpunkte der Tasten etwas schwammig wirken. Das ist aber kein Problem, da das Lenkrad nicht als Gamepad, sondern nur zur Übermittlung einfacher Befehle auf der Strecke verwendet werden soll. In dieser Hinsicht kommt den am Lenkrad angebrachten Schaltwippen eine größere Bedeutung zu. Da man in dieser Preisklasse keine Magnetschaltwippen erwarten kann, sind sie trotz ihres etwas zu weichen Druckpunkts in Ordnung. Sie fühlen sich aufgrund ihrer Griffigkeit gut an. Das gilt auch für den Rest des mit Kunstleder überzogenen Lenkrads. In Verbindung mit den 5,5 Newtonmetern Drehmoment der Wheel Base entsteht ein ausgezeichnetes Fahrgefühl in dieser Preisklasse, das jede Unebenheit auf der Strecke und jedes Ausbrechen des virtuellen Fahrzeugs sofort auf die Hände überträgt. In Assetto Corsa Competitione erzielten wir bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit hervorragende Rundenzeiten.

Schwache Bremse, starkes Lenkrad

Leider können wir für die mitgelieferten Pedale nicht die gleiche Begeisterung aufbringen. Im Bundle befindet sich eine abgespeckte Version der Moza-Standard-Pedale namens SP-R-Lite. Der Hersteller hat uns für diesen Test auch ein drittes Pedal als optionale Kupplung zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich erfüllen die Pedale ihren Zweck und entsprechen dem typischen Niveau in dieser Preisklasse. Das bedeutet, dass sie aus Metall gefertigt sind und groß genug sind, um ein gutes Fahrgefühl und auch fortgeschrittene Techniken wie Pivot-Braking zu ermöglichen. Allerdings hat Moza bei der Bremse geschlafen, da sie keinen Widerstand erzeugt, nicht einmal durch die Verwendung von Schaumstoff oder ähnlichen Maßnahmen. Es gibt keine nachrüstbare Load-Cell für diese Pedale, aber es gibt eine Kompromisslösung, die uns freundlicherweise für den Test zur Verfügung gestellt wurde. Es handelt sich um ein sogenanntes „Brake Pedal Performance Upgrade Kit“, das eine Spannfeder und eine Plastikhalterung enthält und separat für 35 Euro erworben werden kann. Sobald es unter das Bremspedal geschraubt ist, verbessert es das Bremsgefühl erheblich und sollte daher eine Pflichtanschaffung für Käufer des Bundles sein. Dennoch sind wir der Meinung, dass das Performance Kit ein fester Bestandteil des Bundles sein sollte, da eine Bremse ohne Widerstand keinen Sinn ergibt.

Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!
Facebook
Twitter
WhatsApp
LinkedIn
Reddit
Email
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Comments
Älteste
Neuste Meist geliked
Inline Feedbacks
View all comments

Das könnte dich interessieren