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My Time at Sandrock im Test – Baukunst trifft Gemeinschaft

Seit über einem Jahr ist Patheas „My Time At Sandrock“ nun für die Spieler zugänglich und hat sich als gemütlicher Genre-Mix etabliert, der die Herzen von Bau- und Lebenssimulation-Fans höher schlagen lässt.

Freundlicherweise haben wir für diese Review ein Muster erhalten, welches aber keinen Einfluss auf unsere ehrliche Meinung hat.

Launch Trailer

Alles fängt klein an

Als frischgebackener Baumeister im Wüstenstädtchen Sandrock liegt es an dir, den einstigen Glanz der Stadt wiederherzustellen, während im Hintergrund eine Verschwörung um die lokale Wasserquelle brodelt.

Seit meinem ersten Einblick in die Spielwelt hat sich inhaltlich nicht allzu viel getan, doch die stetigen Aktualisierungen und Erweiterungen von Pathea, wie die Einführung der Heiratsmechanik, haben das Spielerlebnis deutlich bereichert. Mit der vollständigen Veröffentlichung des Spiels präsentiert sich Sandrock auf einer soliden Basis, die durch eine fesselnde Geschichte ergänzt wird.

Die Handlung, die sich um die postapokalyptische Kulisse von My Time at Sandrock entfaltet, hat im Laufe der Early Access-Phase erheblich an Tiefe gewonnen. Durch visuelle Erzähltechniken und Interaktionen mit skurrilen Charakteren wie dem verrückten Wissenschaftler Dr. Qi, erhält man Einblick in eine Welt, in der Technologie einst den Höhepunkt der Zivilisation darstellte, bis die Schaffung von Massenvernichtungswaffen alles veränderte.

Jäger und Sammler

Beim Erkunden von Dungeons stößt man auf Relikte der alten Welt, die nicht nur nützliche Ressourcen liefern, sondern auch für das lokale Museum wieder zusammengesetzt werden können. Der Fund von Datadiscs, die verdächtig nach CDs aussehen, ist nur einer von vielen charmanten Anachronismen im Spiel.

Eine Stärke von „My Time At Sandrock“ ist die gelungene Charakterzeichnung. Selbst die als Bösewichte eingeführten Figuren Logan und Haru erhalten durch Nebenquests und detektivische Spurensuche eine nachvollziehbare Backstory, die zeigt, dass auch sie einst Teil der Gemeinschaft von Sandrock waren.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind ein zentraler Aspekt des Spiels. Anfangs mag es herausfordernd sein, Beziehungen aufzubauen, doch durch das Erledigen von Quests und das Schenken von Geschenken, lassen sich die Beziehungen zu den NPCs vertiefen. Besonders rührend ist die Hand-in-Hand-Animation bei Verabredungen, welche die emotionale Bindung zwischen den Charakteren unterstreicht.

Leveln will gelernt sein

Die vier Fertigkeitsbäume des Spiels, die sich in Sammeln, Kampf, Werkstatt und Soziales unterteilen, bieten eine angenehme Progression, wobei besonders die sozialen Fähigkeiten aktives Engagement erfordern.

Grafisch bleibt das Spiel dem charmanten Stil der „My Time at“-Reihe treu, ohne dabei auf technischer Ebene zu glänzen. Besonders die stimmungsvolle Klangkulisse, die von Sandsturmheulen bis zu unheimlichen Dungeon-Geräuschen reicht, trägt zur Atmosphäre bei.

Wo sind meine Freunde?

Der Multiplayer-Modus in My Time at Sandrock stellt eine erfrischende Neuerung dar und bietet eine wohlüberlegte Koop-Erfahrung. Hier wird das gemeinsame Aufbauen und Entdecken großgeschrieben, und die dynamische Levelanpassung ermöglicht auch Solo-Spielern, den Mehrspielermodus zu genießen.

Ein paar kleinere Macken wie fehlende Zugänglichkeitsfunktionen und noch nicht implementierte Features wie Fabriken und Gewächshäuser trüben das Gesamtbild leicht, dennoch ist „My Time At Sandrock“ eine lohnenswerte Erfahrung für Fans der Reihe sowie Neulinge im Genre.

Die Entwickler von Pathea haben es zudem verstanden, kontinuierliche Verbesserungen am Spiel vorzunehmen. Seit der Early-Access-Version hat das Spiel mehrere wichtige Updates erhalten, die neue Handlungsstränge und Mechaniken, wie zum Beispiel das Ehesystem, eingeführt haben.

Fazit zu My Time at Sandrock

Mit einem breiten Spektrum an Aktivitäten, einer gut durchdachten Welt und interessanten Charakteren ist „My Time At Sandrock“ mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das die Spieler in eine faszinierende postapokalyptische Welt entführt und mit seiner Herzlichkeit und seinem Charme begeistert. Die kontinuierlichen Bemühungen von Pathea, das Spielerlebnis zu verbessern und zu erweitern, machen gespannt auf künftige Aktualisierungen und mögliche Nachfolger in der „My Time at“-Reihe. Mit einer gelungenen Mischung aus Entdeckung, Gemeinschaft und Kreativität, stellt es eine Bereicherung für das Genre dar und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Gerne mehr davon!

BEwertung

My Time at Sandrock im Test – Baukunst trifft Gemeinschaft

Es ist ein liebevoll gestaltetes Spiel, das die Spieler in eine faszinierende postapokalyptische Welt entführt und mit seiner Herzlichkeit und seinem Charme begeistert.
7.8
Gut
Grafik
8
10
Sound
7
10
Gameplay
8
10
Atmosphäre
8
10
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Interessiert sich für die Welt der Pixel seit die Dinosaurier ausgestorben sind. Dabei vertreibt eine gute Simulation am Morgen, Kummer und Sorgen. Schreibt nach 10 Kaffee schneller Unfug als die Autokorrektur berichtigen kann.