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The Kindeman Remedy im Test – Zwischen Ethik und Horror

The Kindeman Remedy entführt die Spieler in eine makabre Welt der medizinischen Experimente und moralisch fragwürdigen Entscheidungen. In diesem Tycoon-Klickspiel übernehmen die Spieler die Rollen von Dr. Kindeman und Schwester Anna, die in einem Inselgefängnis arbeiten und sich an gefährlichen und unethischen Experimenten an Gefangenen beteiligen. Mit einem Fokus auf Zeitmanagement und dunkler, morbider Thematik verspricht das Spiel eine einzigartige Spielerfahrung, die sich an Fans von düsteren, schockierenden Inhalten richtet. Doch hält es, was es verspricht? In dieser Review tauchen wir tiefer in die Welt von The Kindeman Remedy ein.

Zum Testen wurde uns freundlicherweise ein Steam Key zur Verfügung gestellt.

Ein Tanz mit dem Makabren

Das Kerngameplay von The Kindeman Remedy dreht sich um das tägliche Management der Aktivitäten von Dr. Kindeman und Schwester Anna. Tagsüber konzentriert sich das Spiel auf das Mischen von Medikamenten und deren Verteilung an die Gefangenen. Einige dieser Medikamente sind jedoch vergiftet, was zu einem stetigen Zustrom von Leichen führt, die für weitere Experimente verwendet werden können. Nachts verwandelt sich das Spiel in eine düstere Folterszene, in der die Spieler auswählen, welche grausamen Prozeduren an den Gefangenen durchgeführt werden sollen. Trotz des schockierenden Themas überwiegt die Wiederholung und Eintönigkeit dieser Aufgaben sowie das Fehlen einer echten Herausforderung oder Entwicklung im Spielverlauf, was zu einer gewissen Monotonie führt.

Zwischen Satire und Oberflächlichkeit

Dr. Kindeman und Schwester Anna sind die zentralen Figuren in The Kindeman Remedy. Kindeman, besessen von der Entwicklung eines Schmerzmittels und dem Fortschritt der menschlichen Bedingung, und Anna, eine religiöse Fanatikerin, verkörpern interessante, aber letztlich stereotype Charaktere. Die Story bietet satirische Momente, besonders in Bezug auf Kindeman, bleibt aber größtenteils oberflächlich. Schwester Anna wird in vielen Teilen des Spiels zu einer Nebenfigur degradiert und dient eher als Handlungswerkzeug als eine voll entwickelte Persönlichkeit. Die Beziehungen und Interaktionen zwischen den Charakteren, wie die angedeutete romantische Spannung mit einer anderen Schwester, tragen nicht viel zur Gesamtentwicklung der Geschichte bei. Insgesamt scheint die Handlung Potential zu haben, wird aber im Spiel nicht konsequent genutzt oder weiterentwickelt.

The Kindeman Remedy

Ein schauriger Rahmen

The Kindeman Remedy schafft eine düstere und beklemmende Atmosphäre, die gut zum Thema des Spiels passt. Das Setting in einem abgelegenen Inselgefängnis, kombiniert mit den dunklen Experimenten, verleiht dem Spiel einen einzigartigen und unheilvollen Charakter. Grafisch ist das Spiel solide, wenn auch nicht spektakulär, mit einer passenden, wenn auch eintönigen visuellen Darstellung der grausamen Szenen. Auf der anderen Seite fällt die Audio-Gestaltung des Spiels eher schwach aus. Insbesondere die ständige Wiederholung eines einzigen Musikstücks, was zur Monotonie des Spielerlebnisses beiträgt. Zudem fehlt es an Sprachausgabe in den Zwischensequenzen, was die Immersion in die Welt und die Geschichte beeinträchtigt. Obwohl die Atmosphäre insgesamt stimmig ist, hinterlässt die audiovisuelle Umsetzung das Gefühl, dass das Spiel in diesen Bereichen mehr hätte bieten können.

Repetitive Routine

Eine der Hauptkritikpunkte an The Kindeman Remedy ist die repetitive Natur seiner Spielmechanik. Die täglichen Aufgaben von Dr. Kindeman und Schwester Anna, obwohl anfangs vielleicht faszinierend, verlieren schnell an Reiz durch ihre Wiederholung. Das Spiel funktioniert auf einer grundlegenden Ebene als Zeitmanagement- und Klickspiel, wobei die Spieler gezwungen sind, eine Serie von repetitiven Aufgaben auszuführen. Die Aktionen der Charaktere, von der Medikamentenmischung bis zur Durchführung von Experimenten, folgen einem einfachen und sich wiederholenden Schema, was zu einem Spielgefühl führt, das eher einer Arbeit als einem unterhaltsamen Erlebnis gleicht. Diese Monotonie wird durch das Fehlen einer Möglichkeit, Aktionen abzubrechen, sowie durch die Begrenzung der gleichzeitig ausführbaren Aktionen verstärkt, was zu Frustration führen kann. Obwohl das Spiel gelegentlich intensive Momente bietet, insbesondere wenn es um das Management und die Planung der verschiedenen Aufgaben geht, mangelt es ihm an einer echten Herausforderung oder Entwicklung. Viele Spieler könnten sich daher gelangweilt fühlen, bevor das Spiel zu seinem Abschluss kommt.

Kindeman

Fazit

The Kindeman Remedy ist ein Spiel, das versucht, die Spieler mit seiner düsteren Thematik und makabren Handlung zu fesseln, aber letztendlich in verschiedenen Aspekten hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Während es in seiner Atmosphäre und dem einzigartigen Setting überzeugt, leidet es unter einer repetitiven Spielmechanik, einer oberflächlichen Geschichte und mangelhaften audiovisuellen Elementen. Das Spiel bietet Momente des schwarzen Humors und satirische Kommentare, die jedoch nicht ausreichen, um die Schwächen in Gameplay und Charakterentwicklung zu kompensieren.

BEwertung

The Kindeman Remedy im Test – Zwischen Ethik und Horror

Für Fans von Management-Spielen mit einem dunklen und unkonventionellen Thema könnte The Kindeman Remedy eine gewisse Anziehungskraft haben, aber es ist wahrscheinlich nicht für ein breiteres Publikum geeignet. Die anfängliche Faszination durch das morbide Thema verblasst schnell angesichts der monotonen Aufgaben und der fehlenden Spieltiefe.
5.5
Durchschnitt
Grafik
6
10
Sound
4
10
Spielspaß
5
10
Atmospäre
7
10
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Groß geworden mit dem Atari 2600. Ein absoluter Fan der Oculus Quest, sowie von Arcade Automaten. Wenn er nicht am zocken ist, schaut er gerne trashige Splatter Filme. Ein Spiel welches nie langweilig wird? DOOM!!!