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Deathbound Preview – Technische Tücken in einer vielversprechenden Welt

Mit Deathbound präsentiert das brasilianische Entwicklerstudio Trialforge ein ambitioniertes Soulslike-Spiel, das verspricht, die bekannten Mechaniken des Genres mit innovativen Ideen zu bereichern. In einer Welt, die sowohl von Fantasy als auch von Science-Fiction geprägt ist, finden wir uns in Ziêminal wieder, einem Ort, der futuristische Technologien und mittelalterliche Kriegsführung auf einzigartige Weise verbindet. Meine ersten Eindrücke der Demo zeigen ein Spiel, das sowohl vertraute als auch frische Elemente bietet, und ich bin gespannt darauf, wie es sich vom Rest des Soulslike-Genres abheben wird.

Charaktere und Klassen: Die Essenz der Vielfalt

Deathbound hebt sich durch sein einzigartiges Klassensystem von anderen Spielen des Genres ab. Anstatt einen einzigen Charakter durch eine düstere Welt zu führen, bietet „Deathbound“ eine Auswahl von sogenannten „Essences“ – Charakterklassen mit eigenen Stärken, Schwächen und Fähigkeiten. Von dem mächtigen Hammer schwingenden Ritter Agharos bis zur agilen und listigen Assassine Anna Lepus bietet jede Klasse ein deutlich unterschiedliches Spielerlebnis. Dieses System ermutigt dazu, während des Kampfes strategisch zwischen den Essences zu wechseln, um sich an verschiedene Situationen anzupassen. Die Fähigkeit, inmitten eines Kampfes die Klasse zu wechseln, verleiht dem Gameplay eine Tiefe und Dynamik, die in anderen Soulslikes so nicht zu finden ist. Dieses innovative Feature hat das Potential, das Kampfsystem des Genres neu zu definieren und Spieler zu ermutigen, kreativ mit ihren Taktiken umzugehen.

Gameplay-Mechaniken: Ein Tanz zwischen den Essences

Ein Kernaspekt, der Deathbound besonders macht, ist das Morphing-System, welches es Spielern erlaubt, mitten im Kampf zwischen verschiedenen Charakteren zu wechseln. Dieses System, obwohl es einzigartig und strategisch tiefgründig ist, kommt jedoch nicht ohne seine Tücken. Das Morphing kann unter Druck manchmal zu langsam sein, was in hitzigen Gefechten zu fatalen Momenten führen kann. Diese Verzögerung beim Wechseln zwingt Spieler dazu, ihre Entscheidungen vorausschauend und mit Bedacht zu treffen, fügt aber auch eine Schicht der Frustration hinzu, wenn das Timing nicht perfekt ist. Trotz dieser Herausforderung bietet das Morphing eine faszinierende Ebene der Strategie, die das Kampferlebnis bereichert und es von anderen Spielen abhebt. Die Möglichkeit, die Klasse basierend auf der Situation dynamisch zu wechseln, fordert Spieler heraus, ihre Taktiken ständig anzupassen und das Beste aus jeder Essenz herauszuholen.

Die Welt von Ziêminal: Ein futuristisches Mittelalter

Der Schauplatz von Deathbound ist eine faszinierende Mischung aus futuristischer und mittelalterlicher Ästhetik, die eine einzigartige Atmosphäre schafft. Die Welt von Ziêminal ist geprägt von hochmodernen Kontrollpaneelen und Neonlichtern, die neben Schwert schwingenden Feinden und magischen Elementen stehen. Diese Verschmelzung von Zeitaltern suggeriert eine tiefere Geschichte und verleiht dem Spiel eine zusätzliche Schicht der Immersion. Als Spieler fühlt man sich in eine ferne Zukunft versetzt, in der die Grenzen zwischen Technologie und Magie verschwimmen. Die Erkundung dieser Welt, von den Ruinen der Hauptstadt Akratya bis hin zu den geheimnisvollen Artefakten, die auf eine glorreiche Vergangenheit hindeuten, ist ein Abenteuer für sich. Die Detailtiefe und die kreative Gestaltung der Umgebungen wecken Neugier und laden dazu ein, jeden Winkel zu erkunden und die Geheimnisse von Ziêminal zu entdecken.

Technische Herausforderungen: Ein Diamant im Rohzustand

Trotz seines vielversprechenden Gameplays und der einzigartigen Welt stößt Deathbound in seiner aktuellen Demo-Version auf einige technische Schwierigkeiten. Von Screen-Tearing ohne V-Sync-Option bis hin zu fehlerhaften Inversionssteuerungen – das Spiel benötigt offensichtlich noch Feinarbeit, um seinen vollen Glanz zu entfalten. Diese technischen Probleme können gelegentlich die Immersion stören und die Spielerfahrung beeinträchtigen. Besonders die unzuverlässige Feindanvisierung und die gelegentlichen Fehlschläge der Angriffsanimationen zeigen, dass „Deathbound“ noch einen langen Weg vor sich hat, bevor es wirklich poliert ist. Trotzdem ist das Fundament solide, und die Vision des Spiels ist klar erkennbar. Es ist offensichtlich, dass das Entwicklerteam ein ambitioniertes Projekt verfolgt, das mit weiterer Entwicklung und Optimierung sein volles Potenzial entfalten könnte. Die Bereitschaft, auf Spielerfeedback zu reagieren und das Spiel entsprechend anzupassen, wird entscheidend sein, um Deathbound zu einem Erfolg zu machen.

Sound und Atmosphäre: Musik und Stille in Ziêminal

Die musikalische Untermalung und die Soundeffekte in Deathbound tragen maßgeblich zur dichten Atmosphäre des Spiels bei. Die sorgfältig komponierte Hintergrundmusik, insbesondere die des Hauptmenüs, fängt die melancholische und geheimnisvolle Stimmung der Welt von Ziêminal perfekt ein. Die tieferen, resonierenden Töne verleihen dem Spiel eine bedrückende und doch fesselnde Atmosphäre, die die Spieler tief in die Spielwelt eintauchen lässt. Überraschend gute Soundeffekte verstärken die Wirkung der Musik und tragen dazu bei, dass jeder Kampf, jede Erkundung und jedes Rätsel noch eindringlicher wird. Diese akustische Gestaltung verstärkt nicht nur die Immersion, sondern hebt auch die einzigartigen Aspekte der Spielwelt hervor, von den surrealen Landschaften bis hin zu den intensiven Begegnungen mit Feinden. Die Kombination aus sorgfältig ausgewählter Musik und durchdachten Soundeffekten macht Deathbound zu einem Erlebnis, das nicht nur visuell, sondern auch akustisch in Erinnerung bleibt.

Ein vielversprechender Anfang mit Raum für Wachstum

Abschließend lässt sich sagen, dass Deathbound trotz einiger technischer und gameplay-bezogener Herausforderungen ein enormes Potenzial aufweist. Die einzigartige Mischung aus futuristischen und mittelalterlichen Elementen, kombiniert mit einem innovativen Kampfsystem und einer fesselnden Welt, stellt eine erfrischende Abwechslung im Soulslike-Genre dar. Die technischen Probleme, auf die in der Demo gestoßen wurde, sind zweifellos überwindbar, und die Basis für ein tiefgehendes, belohnendes Spielerlebnis ist gelegt. Die Entwickler von Trialforge haben eine faszinierende Vision für „Deathbound“ vorgestellt, die, wenn sie vollständig realisiert wird, das Spiel zu einem unvergesslichen Abenteuer machen könnte.

Es bleibt abzuwarten, wie das Feedback der Community in den Entwicklungsprozess einfließen wird und welche Verbesserungen und Anpassungen vorgenommen werden, um das Spielerlebnis zu optimieren. Die Zukunft von Deathbound sieht vielversprechend aus, und ich bin gespannt darauf, wie sich das Spiel bis zur endgültigen Veröffentlichung entwickeln wird. Die Kombination aus einem tiefen, strategischen Kampfsystem, einer reichhaltigen und vielschichtigen Spielwelt sowie der Fokus auf Erkundung und Entdeckung könnte „Deathbound“ zu einem bemerkenswerten Titel im Soulslike-Genre machen.

Bewertung

Deathbound Preview – Technische Tücken in einer vielversprechenden Welt

"Deathbound" verspricht eine innovative Bereicherung für das Soulslike-Genre, mit einem einzigartigen Klassensystem und einer fesselnden Spielwelt, die Technologie und Magie vereint. Trotz einiger technischer Herausforderungen weckt die Demo hohe Erwartungen und macht neugierig auf die endgültige Version des Spiels.
  • Einzigartiges Klassensystem
  • Faszinierende Spielwelt
  • Innovatives Kampfsystem
  • Atmosphärische Musik und Sound
  • Technische Probleme
  • Langsames Morphing-System
  • Eingeschränkte Charakteranpassung
  • Fehlende Steuerungsoptionen
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Leidenschaftlicher Gamer von Indie Perlen & Simracer ... Es darf aber natürlich auch alles andere sein was man mit Tastatur, Maus oder Controller bekämpfen kann ;)